Norovirus: Neue Virenvariante sorgt für tausende Erkrankungen

Norovirus: Neue Virenvariante sorgt für tausende Erkrankungen

, aktualisiert 21. Februar 2017, 10:36 Uhr
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Die Viren verursachen starkem Durchfall und Erbrechen. Vor allem Kinder und ältere Menschen sind gefährdet.

Quelle:Handelsblatt Online

In den ersten vier Wochen des Jahres haben Noroviren doppelt so viele Erkrankungen verursacht wie im Vorjahreszeitraum. Schuld an der starken Ausbreitung ist offenbar eine neue Variante des Erregers.

BerlinDie starke Ausbreitung der Noroviren in diesem Winter hängt offenbar mit einer neuen Variante des Erregers zusammen. Diese sei bei sporadischen Infektionen ebenso nachgewiesen worden wie bei Ausbrüchen in neun Bundesländern, berichten Experten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) im jüngsten epidemiologischen Bulletin.

Die Mediziner hatten von September bis Dezember vergangenen Jahres 240 Proben aus 13 Bundesländern genauer untersucht. Insgesamt gingen rund 40 bis 50 Prozent dieser Norovirus-Erkrankungen auf den neuen Virentyp GII.P16-GII.2 zurück. Er sei auch in anderen Ländern wie etwa Frankreich, Australien, Japan und China aufgetreten.

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Das Norovirus kann zu starkem Durchfall und Erbrechen führen. Relativ hohe Werte mit bundesweit mehr als 5000 gemeldeten Fällen wöchentlich waren bereits vor Weihnachten beobachtet worden.

In den ersten vier Wochen 2017 wurden laut dem Bericht insgesamt rund 13.700 Erkrankungen in Deutschland registriert. Das sind knapp doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Es werden jedoch längst nicht alle Fälle gemeldet.

Experten hatten schon vor einiger Zeit eine neue Variante hinter dieser Entwicklung vermutet. Das Virus ist jedoch nicht gefährlicher als sonst.

„Es kann sich nur besser vor dem Immunsystem verbergen, so dass mehr Leute erkranken“, sagte eine RKI-Sprecherin. Dem Institut zufolge ist es auch normal, dass das Norovirus in manchen Jahren stärker auftritt als in anderen.

Die Erkrankung ist hoch ansteckend und kann sich so zum Beispiel in Kitas und Pflegeheimen schnell ausbreiten. Weil Patienten viel Flüssigkeit verlieren, kann eine Infektion vor allem für Kleinkinder, Alte und Geschwächte gefährlich sein.

Quelle:  Handelsblatt Online
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