
Für kommende Woche wurde eine Krisensitzung einberufen: Vertreter des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), der Krankenkassen und der Pharmahersteller wollen sich zu Gesprächen über die Impfstoffversorgung an einen Tisch setzen, wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag in Berlin ankündigte.
Obwohl bereits Patienten mit den zurückgerufenen Grippeimpfstoffen behandelt wurden, sind nach Angaben des PEI bislang keine Nebenwirkungen bekannt. „Zum Glück haben wir keine Meldungen erhalten der Art, die zu befürchten wäre, wenn Ausflockungen da wären“, sagte PEI-Präsident Prof. Klaus Cichutek am Freitag im ARD-Morgenmagazin. Das Institut im hessischen Langen hatte am Donnerstag fünf Chargen der Novartis-Impfstoffe Begripal und Fluad aus dem Verkehr gezogen.
Bild: dpaObst und Gemüse schützt vor Krebs
Wer sich gesund ernährt und mehr Gemüse als Fleisch isst, der tut seinem Körper etwas Gutes. Doch ein konkreter Schutz vor Krebs ist das nicht. Das ergab eine Studie von Hsin-Chia Hung und Walter Willet, Harvard University Boston/"Journal of the National Cancer Institute". Die Probanden, die mehr Obst und Gemüse aßen, hatten jedoch ein geringeres Herzinfarktrisiko.
Bild: dpa/dpawebDunkle Schokolade macht weniger dick
Das stimmt leider nicht. Egal, wie dunkel die Schokolade ist, sie besteht in erster Linie aus Kakaobutter, Zucker und Kakaomasse. Im Gegensatz zu Milchschokolade enthält dunkle Schokolade keine Milch, folglich auch keinen Milchzucker. Die Kalorienzahl ist aber vergleichbar mit der der Milchschokolade.
Bild: dpaKaffee trocknet den Körper aus
Nein, Kaffee entzieht dem Körper kein Wasser. Koffein wirkt allerdings harntreibend: Wer viel Kaffee trinkt, muss also öfter die Toilette aufsuchen. Das bedeutet aber nicht, dass er dabei mehr Flüssigkeit verliert, als er mit dem Bürokaffee aufgenommen hat.
Bild: dpaPro Tag zwei Liter Wasser trinken
Es ist richtig, dass der Mensch "ausreichend" Flüssigkeit braucht. Er muss aber nicht zwangsläufig zwei Liter in Form von Wasser trinken. Auch Obst, Gemüse und Milchprodukte enthalten Flüssigkeit. Außerdem hängt der Flüssigkeitsbedarf davon ab, wie heiß es ist, wie viel der Mensch wiegt und ob man sich körperlich stark anstrengt. Pauschal eine Menge von zwei Litern zu empfehlen ist wenig sinnvoll. Zu viel Wasser kann dem Körper auch schaden. Wer ein normales Durstgefühl hat, nimmt automatisch genug Flüssigkeit zu sich.
Bild: APSalat hat viele Vitamine
Das stimmt nicht. Salat hat viel Folsäure, die der Körper braucht, aber Vitamin C etwa findet sich in der doppelten bis achtfachen Menge in Tomaten oder Paprika.
Bild: dpaEier erhöhen den Cholesterinspiegel
Cholesterin ist ein lebensnotwendiger, natürlicher Stoff und kein Schadstoff. Der Körper produziert selbst Cholesterin und stoppt die Produktion, wenn zu viel Cholesterin in Form von Nahrung aufgenommen wird. Nur wer eine Cholesterin-Stoffwechselstörung hat muss auf seine Ernährung achten. Alle anderen können so viele Frühstückseier essen, wie sie wollen.
Bild: APSalz ist ungesund
Das stimmt nur, wenn Sie zu den so genannten salzsensitiven Menschen zählen. Bei denen kann der häufige Genuss von stark gesalzenen Speisen zu einem Anstieg des Blutdrucks führen. Da die Mehrheit der Menschen aber nicht salzsensitiv isst, müssen sie auch nicht auf Salz verzichten.
Bild: obsMehrere kleine Mahlzeiten sind besser
Immer wieder hört man, es sei besser fünf kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, als die drei großen Klassiker Frühstück – Mittag – und Abendessen. Im Grunde ist es völlig egal, wann man isst. Wer mit fünf „kleinen“ Mahlzeiten am Tag abnehmen möchte, läuft jedoch schnell Gefahr, zu viele Kalorien aufzunehmen. Wer sich an feste Mahlzeiten hält, behält besser den Überblick über die Gesamtmenge der aufgenommenen Kalorien.
Bild: dpa/dpawebAm Abend essen macht dick
Ob wir zu- oder abnehmen liegt an der Menge der Kalorien, die wir zu uns nehmen und nicht am Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme. Mehrere Studien haben widerlegt, dass Stoffwechselvorgänge am Abend ruhen und daher, wer abends mehr isst, schneller dick wird.
Bild: dpaDer Mensch nutzt nur einen Bruchteil seines Gehirns
Zwar keine Ernährungsweisheit, aber ein Gesundheitsmythos ist, dass der Mensch gar nicht die volle Leistung des Gehirns ausschöpfe. Einmal heißt es 10 Prozent, ein andermal 25 Prozent. Mehr unserer Hirnkapazitäten nutzen wir nicht? Doch, tatsächlich nutzt der Mensch alle Bereiche seines Gehirns. Untersuchungen haben gezeigt, dass es keine inaktiven Teile gibt. So verführerisch der Gedanke an noch ungenutzte Areale und Möglichkeiten wie Telepathie und Telekinese sein mag, sie bleiben Fantasterei.
Obst und Gemüse schützt vor Krebs
Wer sich gesund ernährt und mehr Gemüse als Fleisch isst, der tut seinem Körper etwas Gutes. Doch ein konkreter Schutz vor Krebs ist das nicht. Das ergab eine Studie von Hsin-Chia Hung und Walter Willet, Harvard University Boston/"Journal of the National Cancer Institute". Die Probanden, die mehr Obst und Gemüse aßen, hatten jedoch ein geringeres Herzinfarktrisiko.
Ausflockungen in den Spritzen waren in Italien entdeckt worden. Bei den in Deutschland ausgelieferten Impfstoffen sei dies bislang nicht beobachtet worden, erklärte Cichutek, wohl aber in Zwischenprodukten bei der Herstellung. Diese Chargen rief Novartis am Donnerstag zurück.
14,2 Millionen Impfstoffdosen aus dem Verkehr gezogen
Insgesamt hatte das PEI bisher 14,2 Millionen Impfstoffdosen freigegeben, auf die nun vorsorglich aus dem Verkehr gezogenen Chargen entfielen 750 000 Dosen, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Unklar ist aber, wie viele davon bereits verimpft wurden. Ob es nach dem Rückruf zu einem Engpass kommt, ließ das Ministerium offen. Der PEI-Chef sieht keine größeren Probleme: Es gebe eine ganze Reihe an Alternativen zu den beiden Produkten.
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