„Philae“: Kamera findet Landeroboter auf Kometen

„Philae“: Kamera findet Landeroboter auf Kometen

, aktualisiert 05. September 2016, 19:31 Uhr
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ARCHIV - HANDOUT - ILLUSTRATION - Der Landeroboter «Philae» auf dem Kometen «Tschuri». «Philae» war im November nach zehnjähriger Reise auf dem Kometen gelandet - allerdings ungeplant im Schatten. Illustration: ESA/AOES Medialab/dpa (ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit Urhebernennung ESA/AOES Medialab/dpa - zu dpa " «Philae» gibt den Experten Rätsel auf - Kontakte nicht berechenbar" vom 10.07.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Quelle:Handelsblatt Online

Vor mehr als einem Jahr brach der Kontakt zum Landeroboter „Philae“ auf dem Kometen Tschuri ab. Nun hat die Raumsonde „Rosetta“ ihn wiedergefunden – allerdings auf den letzten Drücker.

DarmstadtEndlich gibt es ein Foto des Mini-Labors „Philae“ auf dem Kometen „Tschuri“. Der Landeroboter steht eingeklemmt in einem dunklen Spalt auf dem Brocken „67P/Tschurjumow-Gerassimenko“, wie die Europäische Raumfahrtagentur Esa am Montag mitteilte. Das Bild gelang der Hochleistungskamera Osiris an Bord der Raumsonde „Rosetta“. Es entstand am 2. September bei einem Flug über den Kometen in einer Höhe von 2,7 Kilometern.

„Wir sind überglücklich über ein so detailliertes Bild von „Philae“ knapp einen Monat vor Ende der „Rosetta“-Mission“, sagte Cecilia Tubiana vom Osiris-Kamerateam, laut Mitteilung. Auf dem Bild ist der Körper des kühlschrankgroßen Landeroboters zu sehen mit zwei von drei Beinen. Das Bild mache klar, warum die Kommunikation mit „Philae“ nach der Landung am 12. November 2014 so schwierig gewesen sei.

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Drei Tage nach seiner holperigen Landung hatte der Roboter fleißig Daten geliefert, chemische Messungen von Staub und Oberfläche gemacht und mit „Rosetta“ den Kometen durchleuchtet, bis seine Batterien leer waren und er in einen sieben Monate langen Winterschlaf fiel. Die Kontaktaufnahme danach war schwierig. Die Forscher fragten sich: Wie steht „Philae“ da: schräg, unter einem Stein, in einer kleinen Höhle? Jetzt wissen sie: Er befindet sich in einem dunklen Spalt.

Immer wieder hatten Wissenschaftler Bilder ausgewertet und nach „Philae“ gesucht. „Ein letztes Foto von ihm würden wir alle gerne haben“, hatte DLR-Sprecherin Manuela Braun unlängst gesagt.

Am 30. September soll auch „Rosetta“ auf „Tschuri“ in den ewigen Winterschlaf gehen. Die gewonnen Daten sollen helfen, die Entstehung des Sonnensystems besser zu verstehen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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