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Plutoniummangel: Nasa geht der Atomtreibstoff aus

von Patrick Anders

Der Marsrover "Curiosity" wird von einem Plutonium-Generator angetrieben. Doch der Vorrat an dem radioaktiven Material geht zur Neige, künftige Missionen sind in Gefahr.

März 2013

Nach einer Zwangspause für den Marsrover Curiosity wegen eines Softwarefehlers, rollt er nun wieder. Außerdem kann er auch seine Experimente auf dem Mars fortsetzen. Auf diesem Bild hat er sich selbst fotografiert.

Bild: AP

Die Mission der US-Weltraumbehörde NASA, den weitgehend autonomen Rover „Curiosity“  auf den Mars zu schicken, war ein weiterer großer Schritt. Um das bislang schwerste, von Menschen geschaffene Objekt sicher auf die Marsoberfläche zu bringen, war ein ganz neues Landemanöver nötig.

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Der Rover ist ein rollendes Labor und prüft derzeit seine zehn wissenschaftlichen Instrumente an Bord, darunter das Probenanalyse-Modul SAM und das Chemielabor CheMin.

In dieser Woche hat Curiosity auch die erste Testfahrt durchgeführt. Statt mit Solarzellen, die viel Zeit zur Energieerzeugung benötigen, wird der Rover dabei mit Plutonium angetrieben  – ein hoch giftiges, radioaktives Schwermetall, das in der Natur nicht vorkommt. Damit sich der Mars-Rover selbst Energie liefern kann, hat er einen Radioisotopen-Generator an Bord, welcher Plutonium enthält.

Die NASA-Ingenieure haben 3,6 Kilogramm Plutonium-238 mit einer Halbwertszeit von 88 Jahren verwendet. Bei Zerfall des Elements setzt es Wärme frei, die anschließend zu Stromerzeugung genutzt wird – diese Technologie hat sich bewährt. 2,5 Kilowattstunden pro Tag erzeugt „Curiosity“.

Russland liefert kein Plutonium mehr

Doch genau das macht der NASA Sorgen: Für künftige Missionen muss nach derzeitigem Stand nämlich eine andere Lösung für den Antrieb gefunden werden. Denn seit 1988 haben die USA kein Plutonium-238 hergestellt. Es ist eine andere Variante, als das für Bomben genutzte Plutonium-239.

Bisher lieferte Russland das nötige PU-238, doch der Vertrag wurde nicht verlängert. Jetzt stehen nach Expertenschätzungen nur noch wenige Kilogramm zur Verfügung, welche nur noch für eine weitere Mission ausreicht.

„Ohne einen Neubeginn der Plutonium-238 Produktion ist es unmöglich nach dieser Dekade bestimmte Weltraummissionen durchzuführen“, warnten Wissenschaftler in der Studie „Vision and Voyages for Planetary Science in the Decade 2013-2022“.

Der Mars ist der der Sonne am viertnächsten gelegene Planet. Der nach dem römischen Kriegsgott benannte Mars ist anderthalb Mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde (die am drittnächsten an der Sonne liegt). Er ist ungefähr halb so groß wie die Erde, aber doppelt so groß wie der Mond. Die Gravitation auf dem rötlich-braunen Planeten beträgt nur 38 Prozent der Erd-Gravitation. Die Temperatur beträgt im Schnitt minus 53 Grad Celsius. Die NASA interessiert sich auf dem Nachbarplaneten vor allem dafür, ob dort Leben möglich war oder ist.

Bild: AP

Bereits 2010 gab es eigentlich einen Plan, zur Wiederaufnahme der Produktion, doch seither streitet die Politik über die Freigabe der Gelder. Viele Parlamentarier aus Washington sehen es nicht ein, Subventionen, die eigentlich für die Atomforschung gedacht sind, der NASA bereitzustellen. 

Aus  Prognosen ergibt sich eine Zahl von 150 Millionen Dollar, die für eine weitere Produktion investiert werden müssten. Bis neues PU-238 produziert werden kann, sind jedoch fünf Jahre Vorarbeit nötig, dann könnten nach den Planungen bis zu zwei Kilogramm pro Jahr hergestellt werden.

Eine weitere Möglichkeit, um die Produktion von PU-238 zu finanzieren, ist die Privatisierung. Auch darüber wird bereits diskutiert, fertiges Plutonium würde dann direkt an die NASA für sechs Millionen Dollar pro Kilogramm geliefert werden - weniger als die Russen verlangen. Allerdings ist es umstritten, das brisante Material in die Hände von Privatunternehmen zu geben.

Auch so ist der Einsatz nicht unumstritten. Vor verschiedenen Starts von Weltraummissionen mit Radioisotopen-Generatoren an Bord gab es Protestaktionen. Allerdings soll PU-238 im Gegensatz zur Bombenvariante nicht explodieren. Zudem wird das radioaktive Plutonium nach Angaben der NASA seit 1964 nicht mehr als Pulver sondern nur noch als Oxid hergestellt und zu einer Art Keramik verarbeitet. In einem Extremfall, beispielsweise einer Explosion oder dem Verglühen eines Raumschiffs, soll der Stoff daher in relativ große und sichtbare Splitter zerfallen, die nicht inhalierbar seien.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 29.08.2012, 17:27 Uhrderkrefelder

    Der Joker muss es ja wissen - In 3 Sätzen keine fundierte Aussage zum Artikel. Warum kommentieren Sie Joker überhaupt diesen Artikel wenn es "absoluter Mist" ist. Wahrscheinlich weil sonst sich niemand für Sie interessieren würde.Vielleicht sind Sie gar eines dieser seltsamen Wesen, das tagtäglich durchs Internet geistert um mit unqualifizierten Kommentaren die Kommentatorenszene "aufzumischen". Je oller desto toller. Ein eindeutiger Fall davon, dass das SETI Programm tatsächlich nicht funktioniert hat...sonst hätten NASA Mitarbeiter schon geklingelt..looking for extra terrestrials

  • 26.08.2012, 13:44 UhrMann_im_Mond

    Zumindest "Sie" hat der "Scheiß" ja offenbar interessiert...haben sie keine Frau oder Kinder, an denen sie ihre unqualifizierte Kritik ablassen können ?

  • 24.08.2012, 17:11 UhrJoker1

    Absoluter Mist, was hier geschrieben wird!
    Wen interessiert so eine Scheiße?
    Die Amis können ja bald aus dem IRAN "Treibstoff" beziehen, wa.

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