Private Raumfahrt sucht ihren Weg: Sponsoren für den Markt mit dem Mond gesucht

Private Raumfahrt sucht ihren Weg: Sponsoren für den Markt mit dem Mond gesucht

von Meike Lorenzen

Während der Mars-Rover “Curiosity” seit Wochen für positive Schlagzeilen für die Nasa und damit für die staatliche Raumfahrt sorgt, arbeiten private Unternehmen immer noch an einer Reise zum Mond. Sie kämpfen vor allem um Geld für diese kostspielige Mission. Dabei stecken so viele Möglichkeiten im Markt mit dem Mond.

40 Jahre ist es her, dass der jüngst verstorbene amerikanische Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch der Welt den Mond betreten hat. Während der gesamten Apollo-Mission zwischen 1969 und 1972 schickte die amerikanische Weltraum-Behörde Nasa zwölf Menschen in sechs Missionen auf den Mond. Hätte man damals die Bevölkerung der westlichen Staaten gefragt, wie weit die Raumfahrt in den nächsten zehn Jahren sein wird, wäre es vermutlich vielen wahrscheinlich erschienen, dass zumindest touristische Mondfahrten zwar teuer, aber normal werden würden. Auf die gleiche Frage würden die Menschen heute nur mit dem Kopf schütteln.
Zwar sorgt der Mars-Rover Curiosity in den vergangenen Wochen dank gutem Nasa-Marketing für positive Nachrichten, doch davon einmal abgesehen, hat sich in der Raumfahrt-Forschung in den vergangenen Jahrzehnten relativ wenig getan. “Es geht nur sehr langsam voran. In kaum einer Branche sind Ingenieure so frustriert, wie in der Raumfahrt”, ist sich Robert Böhme sicher. Im Juni 2009 gründete der junge Ingenieur eine Firma, mit der er die Reise zum Mond auf privatem Weg meistern will.

Die zwölf Männer auf dem Mond

  • Apollo 11: Die erste Mondlandung

    Insgesamt sind sechs bemannte amerikanische Apollo-Expeditionen auf dem Erdtrabanten gelandet: 20. Juli 1969: Apollo 11 setzt im „Meer der Ruhe“ (Mare Tranquilitatis) auf. Am 21. Juli 1969 um 3.56 Uhr (MEZ) landeten Neil Armstrong und Edwin Aldrin auf dem Mond.

  • Apollo 12: Die NASA legt nach

    19. November 1969: Nur vier Monate später landet Apollo 12 im Oceanus Procellarum. Charles Conrad und Alan Bean betreten die Mondoberfläche.

  • Apollo 13: Das Trauma der NASA

    Die Apollo-13-Mission scheiterte im April 1970. Nach einer schweren Explosion an Bord kehrt die Mannschaft nach einer Mondschleife sofort zur Erde zurück.

  • Apollo 14: Golfspiel auf dem Mond

    5. Februar 1971: Apollo 14 setzt am Landeplatz Fra Mauro auf. Alan Shepard und Edgar Mitchell steigen aus, Shepard spielt Golf auf dem Mond.

  • Apollo 14: Das erste Mondgefährt

    30. Juli 1971: An Bord von Apollo 15 landet zum ersten Mal ein Mondauto auf dem Erdtrabanten. David Scott und James Irvin erkunden damit die Umgebung der Landestelle in den Hadley-Apenninen und sammeln fast 80 Kilogramm Gesteinsproben.

  • Apollo 16: Ausflug zur Hochebene

    21. April 1972: Auf der Descartes-Hochebene setzt Apollo 16 auf. John Young und Charles Duke untersuchen erstmals eine lunare Hochebene und fahren knapp 27 Kilometer mit dem Mondauto.

  • Apollo 17: Die letzte bemannte Mission

    11. Dezember 1972: Als bislang letztes bemanntes Raumschiff landet Apollo 17 auf dem Mond. Eugene Cernan und Harrison Schmitt erkunden mit dem Mondauto die Taurus-Littrow-Region. Die Kamera des Mondautos filmt den Rückstart von Apollo 17 zur Erde.

Anschub für dieses Vorhaben bietet der Google Lunar X Prize. In der Ausschreibung fordert der Internetgigant private Unternehmen auf, einen Roboter auf den Mond zu schicken und von dort Foto- und Videomaterial zu liefern. 20 Millionen US-Dollar erhält das nicht-staatliche Unternehmen, das diese Mission zuerst erfüllt und außerdem noch fünfhundert Meter auf dem Erdtrabanten zurücklegt.
Allein das Geld war für Robert Böhme Ansporn genug mit sechs Leuten in diese Mission zu starten. “Part-Time Scientists” taufte sich die kleine Gruppe aus der nur Monate später das Unternehmen “Part-Time Scientists GmbH” entstand, die noch als einziges deutsches Team an dem Wettbewerb teilnimmt. Über 100 Wissenschaftler arbeiten hier inzwischen an der ersten rein privaten Mondlandung. Dabei gehen die Forscher neue Wege abseits staatlicher Restriktionen. Bis Ende 2015 wollen sie mit ihrem Roboter auf dem Mond gelandet sein.

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“Ich fand die Idee sofort reizvoll mit ganz neuer Technologie, einen Mond-Rover zu bauen. Heute ist viel mehr möglich als noch zu Apollo-Zeiten”, sagt Team-Leiter Böhme und merkt an, dass das nicht mal sonderlich neue iPhone 3GS das 64-fache der Rechenleistung des Apollo-Programms aufweist. Inzwischen ist ein kleiner Roboter entstanden. 90 Zentimeter lang, 70 Zentimeter breit und 50 Zentimeter hoch ist er, bringt 29 Kilogramm auf die Waage und trägt auf dem Rücken eine Platte aus Solarzellen. “Asimov Jr. R3A” heißt er getauft, nach dem russisch-amerikanischen Biochemiker und Science-Fiction-Schriftsteller Isaac Asimov.

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