Raumfahrt: Der Run auf den Weltraum

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Start-ups industrialisieren das All.

von Andreas Menn

Start-ups erobern das All: Sie planen Bergbau auf Asteroiden, Stationen auf dem Mond und schwebende Datenzentren. Plötzlich ist die Welt wieder im Weltraumfieber wie kurz vor dem Flug zum Mond.

Der Zugang zum Weltraum ist Ende März plötzlich massiv billiger geworden. Denn da flog Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX eine gebrauchte Rakete erfolgreich in den Erdorbit. Der Coup senkt die Kosten pro Start auf deutlich weniger als die Hälfte des heutigen Preises, mittelfristig vermutlich auf einen Bruchteil.

Auch Amazon-Chef Jeff Bezos und die chinesische Regierungen lassen wiederverwendbare Superraketen entwickeln. Hinzu kommen mehr als 20 Start-ups, die den Billigflug ins All anpeilen - mit  Raketen aus dem 3D-Drucker, Boostern an Ballons, Raumgleitern und sogar schwimmenden Raketen, die aus dem Meer starten sollen.

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Plötzlich ist die Welt wieder im Weltraumfieber wie kurz vor dem Flug zum Mond. Der Mensch macht sich den Orbit zum Industriepark, das Sonnensystem zum potentiellen Lebensraum.

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Den Start machen 9000 Satelliten, die in den nächsten zehn Jahren in den Erdorbit geschossen werden - derzeit sind nur 1400 aktive Satelliten dort oben. In den nächsten zehn Jahren soll das 270 Milliarden Dollar Umsatz generieren. Start-ups, darunter eines aus Deutschland, wollen damit das Internet überall auf der Erde verfügbar machen.

Oder fotografieren jeden Flecken Erde im Abstand von ein paar Minuten. Ein US-Start-up plant sogar Datenspeicher im All, auf denen Blockchain-Daten fern von physischen Zugriffen durch Hacker gespeichert werden.

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VideoPer Ballon in den Weltraum

Mehrere Gründer wollen auch Menschen hinauftransportieren und sie in den Genuss der Schwerelosigkeit und des einzigartigen Ausblicks auf die Erdkugel von oben bringen. Amazons Start-up Blue Origin hat gerade seine Raumkapsel vorgestellt, mit der Touristen bald Suborbital-Flüge ins All unternehmen können. Auch Virgin Galactic, das Start-up von Milliardär Richard Branson, will bald seinen hunderten betuchten Kunden einen Ausflug ins All gönnen. Elon Musk schickt unterdessen schon nächstes Jahr zwei Superreiche zu einem Rundflug um den Mond.

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Das Wettrennen ins Weltall ist gestartet: Internetmilliardäre und Raumfahrtagenturen wollen den Kosmos kommerzialisieren. Ein interplanetarer Goldrausch, bei dem auch deutsche Unternehmen mitmischen.

Kosmisches Kapital: Die Wirtschaft entdeckt den Weltraum: Mittelständler und Konzerne wittern Milliardengeschäfte. Quelle: Foto: Getty Images, Illustration: Benjamin Baumhauer

Aber die NewSpace-Bewegung will weiter hinaus und den Weltraum dauerhaft besiedeln. Ein Ansturm auf den Mond steht kurz bevor: Fünf Teams wollen dieses Jahr den X-Prize gewinnen und als erstes privates Unternehmen einen Rover auf dem Mond landen. Ein deutsches Start-up und ein US-Unternehmen wollen sogar einen regelmäßigen Lieferdienst zum Mond starten und dort Weltraumteleskope, Rover und Boxen mit Experimenten platzieren.

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