Raumfahrt: Drei Raumfahrer von der ISS auf der Erde gelandet

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Raumfahrt: Drei Raumfahrer von der ISS auf der Erde gelandet

Die landende Raumkapsel wirbelt Staub auf, dann helfen Rettungskräfte den drei Männern aus der Sojus. Nach knapp fünf Monaten im All kehrt die Hälfte der ISS-Crew zur Erde zurück. In zwei Wochen startet die nächste Mannschaft zur Raumstation ISS, darunter ein Europäer.

Bilderbuchlandung in der Steppe: Nach 146 Tagen im All sind drei Raumfahrer von der Internationalen Raumstation ISS wohlbehalten in der baumlosen Graslandschaft von Kasachstan gelandet. Die Sojus-Kapsel mit dem US-Amerikaner Thomas Marshburn, dem Russen Roman Romanenko und dem Kanadier Chris Hadfield setzte am Dienstag um 8.31 Uhr Ortszeit (4.31 Uhr MESZ) von Fallschirmen gebremst auf.

Bei 23 Grad Celsius und fast wolkenlosem Himmel mussten die Heimkehrer etwa 147 Kilometer südöstlich der Stadt Scheskasgan die erste Zeit auf Klappsesseln verbringen. Ihre Muskeln sind durch den fast fünfmonatigen Aufenthalt in der Schwerelosigkeit geschwächt.

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„Der Crew geht es gut“, sagte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Wladimir Popowkin. Er lobte das Trio für die hervorragende Arbeit während des Aufenthalts im All. Dabei hätten die Männer mehr als 30 Experimente durchgeführt. Die Landung in Zentralasien wurde vom russischen Fernsehen direkt übertragen.

Hadfield hatte sich mit einem spektakulären Musikvideo von der ISS verabschiedet. Mit seiner Interpretation des David-Bowie-Hits „Space Oddity“ sorgte der Kanadier für Begeisterung - auch bei Bowie selbst. „Das ist die ergreifendste Version“, schrieb der 66-jährige Engländer. Marshburn hatte sich vor dem Heimflug an einem fünfeinhalbstündigen Außeneinsatz beteiligt. Mit US-Astronaut Chris Cassidy reparierte er ein Leck im Kühlsystem, aus dem giftiges Ammoniak ausgetreten war.

Aus der drei Tonnen schweren Kapsel trugen Helfer die Rückkehrer zunächst zu Klappsesseln, wo sie mit Tee versorgt und in dicke Decken gehüllt in die Kameras winkten. Für Roskosmos-Partner Nasa nahm US-Astronaut Eric Boe, der letzte Pilot der Raumfähre Discovery, die Männer in Empfang. Danach wurden sie von einem Arzt untersucht.

Die Sojus TMA-07M hatte rund dreieinhalb Stunden zuvor von der ISS abgedockt. Auf dem Außenposten der Menschheit in rund 410 Kilometern Höhe arbeiten außer dem US-Astronauten Cassidy nun noch die russischen Kosmonauten Pawel Winogradow und Alexander Missurkin. Für Ende Mai ist der nächste Start einer Sojus mit drei Mann Besatzung vom Weltraumbahnhof Baikonur in der Ex-Sowjetrepublik Kasachstan geplant, darunter mit dem Italiener Luca Parmitano auch wieder ein Europäer. Russland ist nach dem Aus für die US-Space-Shuttles das einzige Land, das bemannte Flüge zur Raumstation organisiert.

Von Baikonur aus sollte am Dienstagabend eine Proton-Trägerrakete mit einem französischen Kommunikationssatelliten ins All starten. Der 5,4 Tonnen schwere Satellit Eutelsat 3D soll in den nächsten 15 Jahren Telefon- und Internetverbindungen auch in Europa verbessern.

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