Raumfahrt: Erstes privates Raumschiff zur ISS gestartet

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Raumfahrt: Erstes privates Raumschiff zur ISS gestartet

Die USA haben ein neues Raumfahrtkapitel aufgeschlagen: Zum ersten Mal ist ein privates Raumschiff ins All gestartet. Der kommerzielle Frachter Dragon ist mit 400 Kilogramm Nachschub auf dem Weg zur ISS.

Die USA haben am Montagmorgen ein neues Raumfahrtkapitel aufgeschlagen. Zum ersten Mal ist mit der "Dragon"-Kapsel des kalifornischen Unternehmens SpaceX ein privates Raumschiff regulär mit 400 Kilogramm Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS gestartet, teilte die Luft- und Raumfahrtbehörde NASA mit.

Die "Falcon 9"-Trägerrakete mit dem "Drachen" an der Spitze hob um 2.35 Uhr deutscher Zeit vom militärischen Teil des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab. Die Ankopplung ist für Mittwochnachmittag gegen 13.20 Uhr geplant. Im Mai hatte die acht Tonnen schwere Kapsel erfolgreich einen Testflug zur ISS absolviert und dabei alle NASA-Kriterien erfüllt.

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Zwölf Flüge bis 2016geplant

"Dragon" bringt Lebensmittel, Kleidung, wissenschaftliche Geräte, Ersatzteile und einen Gefrierschrank für Experimente auf die Umlaufbahn. Am 28. Oktober soll der Frachter mit 760 Kilogramm Rückladung an drei Fallschirmen im Pazifik vor der kalifornischen Küste wassern. Bis 2016 sind zwölf Flüge mit zusammen 20 Tonnen Versorgungsgütern geplant. Die NASA zahlt SpaceX dafür 1,6 Milliarden Dollar.

Die zwölf Männer auf dem Mond

  • Apollo 11: Die erste Mondlandung

    Insgesamt sind sechs bemannte amerikanische Apollo-Expeditionen auf dem Erdtrabanten gelandet: 20. Juli 1969: Apollo 11 setzt im „Meer der Ruhe“ (Mare Tranquilitatis) auf. Am 21. Juli 1969 um 3.56 Uhr (MEZ) landeten Neil Armstrong und Edwin Aldrin auf dem Mond.

  • Apollo 12: Die NASA legt nach

    19. November 1969: Nur vier Monate später landet Apollo 12 im Oceanus Procellarum. Charles Conrad und Alan Bean betreten die Mondoberfläche.

  • Apollo 13: Das Trauma der NASA

    Die Apollo-13-Mission scheiterte im April 1970. Nach einer schweren Explosion an Bord kehrt die Mannschaft nach einer Mondschleife sofort zur Erde zurück.

  • Apollo 14: Golfspiel auf dem Mond

    5. Februar 1971: Apollo 14 setzt am Landeplatz Fra Mauro auf. Alan Shepard und Edgar Mitchell steigen aus, Shepard spielt Golf auf dem Mond.

  • Apollo 14: Das erste Mondgefährt

    30. Juli 1971: An Bord von Apollo 15 landet zum ersten Mal ein Mondauto auf dem Erdtrabanten. David Scott und James Irvin erkunden damit die Umgebung der Landestelle in den Hadley-Apenninen und sammeln fast 80 Kilogramm Gesteinsproben.

  • Apollo 16: Ausflug zur Hochebene

    21. April 1972: Auf der Descartes-Hochebene setzt Apollo 16 auf. John Young und Charles Duke untersuchen erstmals eine lunare Hochebene und fahren knapp 27 Kilometer mit dem Mondauto.

  • Apollo 17: Die letzte bemannte Mission

    11. Dezember 1972: Als bislang letztes bemanntes Raumschiff landet Apollo 17 auf dem Mond. Eugene Cernan und Harrison Schmitt erkunden mit dem Mondauto die Taurus-Littrow-Region. Die Kamera des Mondautos filmt den Rückstart von Apollo 17 zur Erde.

Seit Einstellung des Shuttle-Programms Mitte vergangenen Jahres hatten die Amerikaner kein eigenes Transportsystem mehr. Bei den Astronauten sind sie voll von den "Sojus"-Raumschiffen der Russen abhängig. Mit dem privaten Frachter kann die NASA jetzt wenigstens die Versorgung ihrer ISS-Besatzungsmitglieder selbst sichern. Eine bemannte siebensitzige "Dragon"-Variante ist derzeit in Vorbereitung und könnte Ende 2016/Anfang 2017 zur Verfügung stehen.

NASA entwickelt Shuttle-Nachfolger für Mond- und Mars-Flüge

Weitere Artikel

Die NASA unterstützt mit ihrem Commercial Orbital Transportation Services-Programm (Cots) Privatunternehmen bei der Entwicklung von Raumschiffen für den Einsatz speziell im erdnahen Raum. SpaceX erhielt dabei als erster von drei potenziellen Bewerbern 2008 einen Auftrag, dessen Erfüllung nun am Montag begann. Die NASA entwickelt ihrerseits als Shuttle-Nachfolger ein bemanntes Raumschiff für Flüge zum Mond, zum Mars und darüber hinaus. Die "Orion"-Kapsel soll ab 2017 einsatzbereit sein.

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