Bild: PREuropäische und amerikanische Unternehmer erhoffen sich von der Raumfahrt das große Geschäft, allen voran Virgin-Gründer Richard Branson, Amazon-Chef Jeff Bezos, PayPal-Gründer Elon Musk und US-Hotelmilliardär Robert Bigelow. Mit ihren Unternehmen Virgin Galactic, Blue Origin, Space X und Bigelow Aerospace wollen die Ersten schon 2012 Touristen ins All fliegen. Am 17. Oktober wird im US-Bundesstaat New Mexico der Weltraumhafen „Spaceport America“ eröffnet. Texte: Ilka Kopplin Foto: PR
Bild: PR95.000 Dollar kostet der Flug beim holländischen Anbieter SXC und dessen US-Partner XCOR. Sie fliegen von 2014 an Passagiere in 100 Kilometer Höhe, der Grenze zwischen Erdatmosphäre und Weltraum. Foto: PR
Bild: PR430 Touristen, darunter elf Deutsche, haben sich schon ein Ticket von Virgin Galactic gesichert – der Raumfahrtfirma von Abenteurer Richard Branson. Der dreieinhalbstündige Flug kostet 200 000 Dollar. Start: 2012. Foto: PR
Bild: PR16 Sonnenaufgänge sollen Gäste des russischen Weltraumhotels von Orbital Technologies beobachten – täglich. Ab 2016 können in vier Zimmern sieben Personen wohnen, in 350 Kilometer Höhe. Der fünftägige Trip kostet eine Million Dollar. Foto: PR
Bild: PR30 Kilometer Flughöhe soll die wiederverwend- bare Rakete des US-Unternehmens Armadillo Aerospace bei den nächsten Tests schaffen. Anders als Konkurrenten wie XCOR startet und landet sie senkrecht. Ein Flug soll 102.000 Dollar kosten. Foto: PR
Bild: PR7 Personen passen in Boeings Raumkapsel CST-100. Von 2015 an können auch Touristen mitfliegen. Sie soll etwa als Taxi für das aufblasbare Allhotel von Bigelow Aerospace dienen. Hotelier Robert Bigelow kooperiert hierzu mit Boeing. Foto: PR
Bild: PR14 Kilometer Flughöhe hat die Raumkapsel von Blue Origin, dem Unternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, bei ihrem Testflug im August erreicht. Dann kam es zu „Unregelmäßigkeiten im Flug“ und das für den Frachttransport entwickelte Raumschiff musste von der Bodenstation aus zerstört werden. Eine Kapsel für bemannte Raumflüge lässt Bezos derzeit separat entwickeln. Foto: PR
Bild: PR1,6 Milliarden Dollar – über diese Summe haben das US-Raumfahrtunternehmen von PayPal-Mitbegründer Elon Musk, Space Exploration Technologies (Space X), und die NASA einen Vertrag abgeschlossen. Ab kommendem Jahr soll Space X für die NASA Güter zur Raumstation fliegen. Foto: PR
Bild: PR150 Millionen Dollar soll ein Ticket zum Mond beim US-Anbieter Space Adventures kosten. Zwei soll er bereits verkauft haben. Neben Suboribitalflügen und Flügen zur Internationalen Raumstation (ISS) will das Unternehmen spätestens 2017 Touristen in neun Tagen einmal um den Mond fliegen. Der russische Partner Energija stellt dafür umgebaute Sojus-Raumkapseln bereit. Foto: PR
Bild: PR4 bis 6 Tage sollen Weltraumtouristen im Galactic Suite Spaceresort der spanischen Galactic Suite Group verbringen. Das Unternehmen plant bereits, Ende kommenden Jahres sein Hotel in Betrieb zu nehmen. Foto: PR
Europäische und amerikanische Unternehmer erhoffen sich von der Raumfahrt das große Geschäft, allen voran Virgin-Gründer Richard Branson, Amazon-Chef Jeff Bezos, PayPal-Gründer Elon Musk und US-Hotelmilliardär Robert Bigelow. Mit ihren Unternehmen Virgin Galactic, Blue Origin, Space X und Bigelow Aerospace wollen die Ersten schon 2012 Touristen ins All fliegen. Am 17. Oktober wird im US-Bundesstaat New Mexico der Weltraumhafen „Spaceport America“ eröffnet. Texte: Ilka Kopplin Foto: PR
Die USA haben am Montagmorgen ein neues Raumfahrtkapitel aufgeschlagen. Zum ersten Mal ist mit der "Dragon"-Kapsel des kalifornischen Unternehmens SpaceX ein privates Raumschiff regulär mit 400 Kilogramm Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS gestartet, teilte die Luft- und Raumfahrtbehörde NASA mit.
Die "Falcon 9"-Trägerrakete mit dem "Drachen" an der Spitze hob um 2.35 Uhr deutscher Zeit vom militärischen Teil des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab. Die Ankopplung ist für Mittwochnachmittag gegen 13.20 Uhr geplant. Im Mai hatte die acht Tonnen schwere Kapsel erfolgreich einen Testflug zur ISS absolviert und dabei alle NASA-Kriterien erfüllt.
Zwölf Flüge bis 2016geplant
"Dragon" bringt Lebensmittel, Kleidung, wissenschaftliche Geräte, Ersatzteile und einen Gefrierschrank für Experimente auf die Umlaufbahn. Am 28. Oktober soll der Frachter mit 760 Kilogramm Rückladung an drei Fallschirmen im Pazifik vor der kalifornischen Küste wassern. Bis 2016 sind zwölf Flüge mit zusammen 20 Tonnen Versorgungsgütern geplant. Die NASA zahlt SpaceX dafür 1,6 Milliarden Dollar.
Die zwölf Männer auf dem Mond
Apollo 11: Die erste Mondlandung
Insgesamt sind sechs bemannte amerikanische Apollo-Expeditionen auf dem Erdtrabanten gelandet: 20. Juli 1969: Apollo 11 setzt im „Meer der Ruhe“ (Mare Tranquilitatis) auf. Am 21. Juli 1969 um 3.56 Uhr (MEZ) landeten Neil Armstrong und Edwin Aldrin auf dem Mond.
Apollo 12: Die NASA legt nach
19. November 1969: Nur vier Monate später landet Apollo 12 im Oceanus Procellarum. Charles Conrad und Alan Bean betreten die Mondoberfläche.
Apollo 13: Das Trauma der NASA
Die Apollo-13-Mission scheiterte im April 1970. Nach einer schweren Explosion an Bord kehrt die Mannschaft nach einer Mondschleife sofort zur Erde zurück.
Apollo 14: Golfspiel auf dem Mond
5. Februar 1971: Apollo 14 setzt am Landeplatz Fra Mauro auf. Alan Shepard und Edgar Mitchell steigen aus, Shepard spielt Golf auf dem Mond.
Apollo 14: Das erste Mondgefährt
30. Juli 1971: An Bord von Apollo 15 landet zum ersten Mal ein Mondauto auf dem Erdtrabanten. David Scott und James Irvin erkunden damit die Umgebung der Landestelle in den Hadley-Apenninen und sammeln fast 80 Kilogramm Gesteinsproben.
Apollo 16: Ausflug zur Hochebene
21. April 1972: Auf der Descartes-Hochebene setzt Apollo 16 auf. John Young und Charles Duke untersuchen erstmals eine lunare Hochebene und fahren knapp 27 Kilometer mit dem Mondauto.
Apollo 17: Die letzte bemannte Mission
11. Dezember 1972: Als bislang letztes bemanntes Raumschiff landet Apollo 17 auf dem Mond. Eugene Cernan und Harrison Schmitt erkunden mit dem Mondauto die Taurus-Littrow-Region. Die Kamera des Mondautos filmt den Rückstart von Apollo 17 zur Erde.
Seit Einstellung des Shuttle-Programms Mitte vergangenen Jahres hatten die Amerikaner kein eigenes Transportsystem mehr. Bei den Astronauten sind sie voll von den "Sojus"-Raumschiffen der Russen abhängig. Mit dem privaten Frachter kann die NASA jetzt wenigstens die Versorgung ihrer ISS-Besatzungsmitglieder selbst sichern. Eine bemannte siebensitzige "Dragon"-Variante ist derzeit in Vorbereitung und könnte Ende 2016/Anfang 2017 zur Verfügung stehen.
NASA entwickelt Shuttle-Nachfolger für Mond- und Mars-Flüge
Die NASA unterstützt mit ihrem Commercial Orbital Transportation Services-Programm (Cots) Privatunternehmen bei der Entwicklung von Raumschiffen für den Einsatz speziell im erdnahen Raum. SpaceX erhielt dabei als erster von drei potenziellen Bewerbern 2008 einen Auftrag, dessen Erfüllung nun am Montag begann. Die NASA entwickelt ihrerseits als Shuttle-Nachfolger ein bemanntes Raumschiff für Flüge zum Mond, zum Mars und darüber hinaus. Die "Orion"-Kapsel soll ab 2017 einsatzbereit sein.















