Raumfahrt: Europa auf der Jagd nach dem Kometen

ThemaRaumfahrt

Raumfahrt: Europa auf der Jagd nach dem Kometen

von Andreas Menn

Die Europäische Weltraumagentur hat ihre Pläne für 2014 vorgestellt – mit einer Kometenlandung, Astronautenflügen und Navigations-Satelliten. Das größte Spektakel wird November stattfinden, weit draußen im Weltraum.

Anfang November wird die Welt Bilder sehen, wie kein Mensch sie zuvor sah: Schnappschüsse, aufgenommen auf einem Kometen, der mit einem Höllentempo auf die Sonne zurast. Und wenn er unserem Zentralgestirn nahe genug kommt, dann wird der Himmelsbrocken Gasfontänen ausbilden, wird schmutzige Eisklumpen ins All schleudern – und die Welt wird es am Bildschirm mitverfolgen. Es wird der Höhepunkt der Mission von Rosetta sein – jener Weltraumsonde, die die Europäische Weltraumagentur Esa schon vor zehn Jahren ins All geschickt hat, um den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko zu erreichen. Wenn alles gelingt, wird erstmals eine menschliche Sonde auf einem Kometen landen – und dabei nicht nur spektakuläre Fotos liefern, sondern auch einen Einblick in die Entstehung unseres Universums. 

Rosetta ist eine von mehreren großen Missionen, die die Esa dieses Jahr plant – und die Thomas Reiter, Esa-Direktor für bemannte Raumfahrt und Betrieb, gestern am Europäischen Astronautenzentrum in Köln vorstellte. Zwei europäische Astronauten werden zur Raumstation ISS fliegen, neue Navigations-Satelliten ins All starten – und erstmals sind zwei gemeinsame Arbeitsgruppen mit Chinas Raumfahrtbehörde geplant.

Anzeige

Was Branson, die Esa und Co. planen So wird das Raumfahrtjahr 2014

Die ersten Touristen-Trips ins All, Besuch auf einem Kometen und ein neuer Anlauf der USA – das sind die atemberaubenden Raumfahrt-Projekte der kommenden zwölf Monate.

Quelle: AP

Im April wird die Esa zunächst zwei Späher ins All schicken: Sentinel-1A und -1B, so der Name der beiden Satelliten, sollen in 700 Kilometern Höhe um die Erde kreisen – und mit Hilfe von Radarwellen Ölschlieren auf dem Meer entdecken, Wälder kartieren oder Schiffsbewegungen auf den Ozeanen überwachen. Auch die Ausbreitung des arktischen Meereises  vermessen sie – auf bis zu fünf Meter genau. Im Juni und Oktober will die Esa dann je zwei Satelliten für das Navigationssystem Galileo in den Erdorbit verfrachten. Damit wären Ende des Jahres acht Galileo-Satelliten im All – genug, um Ende des Jahres erste Dienste zu testen. „In den nächsten Jahren“, verspricht Reiter, „wird der Aufbau von Galileo weitergehen.“ Ursprünglich war der Start im Jahr 2008 geplant, doch die Behörde musste den Zeitplan immer wieder strecken.

 

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%