Rüstungskonzern: Lockheed meldet Durchbruch bei Kernfusion

Rüstungskonzern: Lockheed meldet Durchbruch bei Kernfusion

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Blick ins Innere des JET-Reaktors in Culham, Großbritannien. Mit der kontrollierten Kernfusion nach dem Vorbild der Sonne möchten Wissenschaftler eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle erschließen.

Lockheed Martin hat einen Durchbruch bei der Kernfusion bekanntgegeben. Innerhalb eines Jahres werde man einen Testreaktor entwerfen und bauen, teilte der US-Rüstungskonzern mit.

Bis zu einem Prototypen würden fünf Jahre vergehen, einsatzbereite Modelle seien in zehn zu erwarten, teilte Lockheed Martin am Mittwoch mit. Die vierjährigen, bislang geheimen Forschungsarbeiten hätten die Machbarkeit eines 100-Megawatt-Reaktors demonstriert, der mit sieben mal zehn Fuß (grob zwei Mal drei Meter) auf einen Lastwagen passen würde. Damit könnte das System etwa auch in Kriegsschiffen eingesetzt werden. Der Reaktor soll den Angaben zufolge Deuterium und Tritium als Brennstoff verwenden, beides Varianten von Wasserstoff.

Projektleiter Tom McGuire erklärte, Lockheed suche jetzt nach Partnern in der Industrie, an Universitäten und bei Regierungsstellen, um die Entwicklung voranzutreiben. "Wir können an der Energie-Front wirklich etwas bewegen", erklärte er.

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20 Jahre Kernfusion Zukunftsenergie oder teure Sackgasse?

Kernfusion nach dem Vorbild der Sonne verspricht fast unerschöpflich viel Energie. Vor 20 Jahren wurde das Sonnenfeuer erstmals kontrolliert auf der Erde entfacht. Einsatzreif ist die teure Technik aber noch lange nicht.

Blick ins Innere des JET-Reaktors in Culham, Großbritannien. Vor 20 Jahren wurde hier das Sonnenfeuer erstmals kontrolliert auf der Erde entfacht. Quelle: dpa

Bei der Kernfusion wird - wie in der Sonne - Energie durch die Verschmelzung von Atomen gewonnen. Seit Jahrzehnten arbeiten Forscher daran, eine kommerziell nutzbare Form zu entwickeln, bislang ohne Erfolg. Befürworter hoffen auf eine saubere Form der Energie: Deuterium findet sich in den Ozeanen und bei der Fusion werden keine Treibhausgase wie bei fossilen Brennstoffen frei. In konventionellen Kernkraftwerken werden dagegen Atome gespalten.

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6 Kommentare zu Rüstungskonzern: Lockheed meldet Durchbruch bei Kernfusion

  • Wenn das stimmt, wäre es eine Weltsensation. Deshalb glaube ich es erst mal nicht....

  • Die meinen wahrscheinlich, dass sie zeigen, dass Kernfusion prinzipiell funktioniert;-)
    Mal Scherz beiseite, wenn das wirklich wahr sein sollte, dass die eine praktikable Fusion erzeugen können, die auch noch kontrollierbar ist, sollte man gaaaaanz schnell Lochheed-Aktien kaufen. Immerhin forscht daran die halbe Welt (eigentlich sogar die ganze Welt) schon seit Jahrzehnten und wahrscheinlich noch für einige Jahrzehnte, bis es praxisreif wird...

  • Die Fiktion entlarvt sich doch schon alleine durch die Daten.
    Einen 100 MW Reaktor mit einer Ladefläche von 2 x3 m zu transportieren???
    Wer prüft eigentlich diese Geschichten bei der Wirtschaftswoche?
    Was ist das für eine Leistung?
    Verwertbare thermische Leistung?
    Innerer Energieumsatz?
    Leider gehört dieser Artikel zu dem journalistischen Müll der nur zu viele Rubriken füllt, die sich mit angeblichen sensationellen Entwicklungen beschäftigen, von denen man dann jahrelang nichts mehr hört.
    Wenn es danach ginge, dann würden unsere Elektroautos mittlerweile mit einer Batteriefüllung 1000 km fahren ;-)

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