"Sentinel" gestartet: ESA-Satellit soll die Überwachung der Erde stärken

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"Sentinel" gestartet: ESA-Satellit soll die Überwachung der Erde stärken

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Diese Skizze der ESA zeigt einen Sentinel-Satelliten. Der erste für das Erdbeobachtungsprogramm „Copernicus“ wurde in der Nacht zu Freitag gestartet.

Europas Raumfahrtagentur Esa hat den ersten Satelliten der neuen „Sentinel“-Reihe ins All geschossen. Die Erde soll in weniger als einer Woche komplett erfasst sein - mit noch nie dagewesener Genauigkeit.

Für das ehrgeizige Erdüberwachungsprogramm „Copernicus“ hat die europäische Raumfahrtagentur Esa den ersten Satelliten einer neuen Flotte ins All gestartet. „Sentinel-1A“ hob am späten Donnerstagabend (MESZ) an Bord einer Sojus-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana ab.

Der rund 2,2 Tonnen schwere „Sentinel“ (englisch für: „Wächter“) verfügt über ein besonderes Radar-Instrument. Mit ihm soll er bei jedem Wetter aus einer Höhe von rund 700 Kilometern rund um die Uhr Veränderungen der Erdoberfläche mit noch nie dagewesener Genauigkeit erfassen und große Bild- und Datenmengen liefern - ob über das Klima oder für Hilfe bei Katastropheneinsätzen.

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„"Sentinel" kann innerhalb von fünf bis sechs Tagen jeden Ort auf der Erde sehr gut entdecken“, sagte der Esa-Direktor für Erdbeobachtungsprogramme, Volker Liebig (57). Die Erde ist also in weniger als einer Woche komplett erfasst. „Der Satellit kann mit seinem Radar zum Beispiel sehr gut sehen, wenn Schiffe ihr Öl ins Meer kippen oder wenn ein Öl-Unfall passiert ist.“

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In den nächsten Jahren sollen weitere Satelliten folgen, jeder ist auf sieben Jahre ausgelegt. Die Serie soll mindestens zwei Jahrzehnte lang wichtige Erdbeobachtungsdaten sammeln. Für 2015 der Start des baugleichen Radarsatelliten „Sentinel-1B“ geplant.

Erdbeobachtung per Satelliten gibt es bereits. Die Europäer sehen in der neuen Satelliten-Flotte aber einen Wendepunkt. Esa-Flugleiter Frank-Jürgen Diekmann (58) spricht angesichts der technischen Leistung sogar von „einem Quantensprung“. Der Airbus Defence and Space-Manager Eckard Settelmeyer (54) wertet die „Sentinel“-Reihe als eine neue Leistungsklasse: „Mit ihr kann die Erde in viel kürzerer Zeit komplett erfasst werden. So etwas hat weltweit sonst niemand.“

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