Simulation auf Hawaii: Wie lebt es sich auf dem Mars?

Simulation auf Hawaii: Wie lebt es sich auf dem Mars?

Ein Jahr lang in einer Kuppel, umgeben von einer abgeschiedenen Landschaft wie auf dem Mars: Für eine Gruppe von Forschern war das ein Jahr lang real. Nun ist die Simulation vorbei.

Nach einer einjährigen Simulation des kargen Lebens auf dem Mars ist eine Gruppe von Wissenschaftlern wieder zurück in der Wirklichkeit. Am Sonntag traten die sechs Forscher, darunter die Deutsche Christiane Heinicke, aus ihrer Kuppel auf dem abgeschiedenen Vulkan Mauna Loa in Hawaii. In den letzten zwölf Monaten hatte sich das Team allenfalls in Raumanzügen von der Anlage wegbewegen dürfen. Um die Bedingungen auf dem Roten Planeten möglichst authentisch nachempfinden zu können, musste es zudem mit begrenzten Ressourcen auskommen, experimentieren und nebenbei zwischenmenschliche Konflikte vermeiden.

Für Cyprien Verseux, ein aus Frankreich stammendes Teammitglied, war das Projekt ein voller Erfolg. Die Simulation habe demonstriert, dass eine Mars-Mission in naher Zukunft glücken könne. „Ich denke, dass die technologischen und psychologischen Hürden überwunden werden können“, sagte Verseux.

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Heinicke ergänzte, sie und ihre Forscherkollegen hätten in dem trockenen Klima eigenes Wasser zutage gefördert. „Das funktioniert, man kann dem scheinbar trockenen Boden tatsächlich Wasser entnehmen.“ Daraus lasse sich schließen, dass man auch auf dem Mars Wasser aus diesem kleinen Gewächshaus gewinnen könne, sagte sie.

Fakten zum Mars

  • Äquatordurchmesser

    6794 Kilometer

  • Masse

    0,0107 (Erde =1)

  • Mittlere Dichte

    3,93 Gramm pro Kubikzentimeter

  • Umlaufzeit um die Sonne

    687 Tage

  • Monde

    Bisher sind zwei Monde bekannt.

Die Chefinspekteurin der zuständigen Forschungseinrichtung in Hawaii, Kim Binsted, sagte, das Forscherteam freue sich nun auf ein Bad im Meer sowie frische Produkte und andere Lebensmittel, auf die es in der Kuppel habe verzichten müssen. Es sei „echt aufregend, die Crew nach einem Jahr auf dem Mars auf der Erde wieder auf der Erde und Hawaii willkommenheißen zu können.“ Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hatte das Projekt mit dem Titel Hawaii Space Exploration Analog and Simulation finanziert, umgesetzt wurde es von der Universität von Hawaii. Binsted sagte, es handele sich um die bisher zweitlängste Mars-Simulation, nur ein russisches Projekt sei mit 520 Tagen länger gewesen.

Ähnliche Simulationen in der Kuppel auf Mauna Loa hatten vier bis acht Monate gedauert. Das vulkanische Erdreich ähnelt dem Boden, der auf dem Mars vorzufinden ist. Die Höhenlage von Mauna Loa bringt auch mit sich, dass dort kaum Pflanzen wachsen. Im kommenden Januar wird jedoch wieder weitergeforscht. Dann soll eine achtmonatige Mars-Simulation starten.

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