SpaceX-Chef Musk: Zerbrochene Stahlstrebe löste Raketenexplosion aus

SpaceX-Chef Musk: Zerbrochene Stahlstrebe löste Raketenexplosion aus

Eine zerbrochene Stahlstrebe hat nach ersten Erkenntnissen des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX die Explosion einer Rakete vor rund einem Monat verursacht.

„Das ist nichts, was jemals hätte schiefgehen sollen“, sagte SpaceX-Chef Elon Musk bei einer Telefon-Pressekonferenz am Montag. „Es sieht so aus, als sei die Strebe fehlerhaft hergestellt worden.“ Die Rakete hatte den mit Nachschub beladenen Raumfrachter „Dragon“ zur Internationalen Raumstation ISS bringen sollen, der Frachter war aber als Folge der der Explosion zerbrochen.

Diese Technik baut SpaceX

  • Dragon

    Dragon ist das SpaceX-Raumschiff, mit dem die Falcon-9-Rakete startet. Dravon V1 heißt das erste Modell der Dragon-Kapsel, das nur für den Tranpsort von Fracht geeignet ist. Die Dragon V2 hingegen soll demnächst auch Menschen befördern können. So sollen bis zu sieben Personen zur Internationalen Raumstation (ISS) befördert werden. Erstmals startete die Dragon-Kapsel im Dezember 2010. Sie hat ein Volumen von 10 Kubikmetern und eine Nutzlast von mehr 3.000 Kilogramm.

  • Falcon 9

    Die Falcon 9 ist eine Trägerrakete, die SpaceX für eine Nutzlast im Orbit von rund 10 und 50 Tonnen entwickelt hat und auch einsetzt. Im Rahmen des Versorgungsprogramms der Internationalen Raumstation ISS wird die Rakete in Verbindung mit dem Dragon-Raumschiff genutzt. Außerdem wird sie kommerziell genutzt. Der erste Start war im Juni 2010.

  • Falcon Heavy

    Die Falcon Heavy ist die neue Riesenrakete von SpaceX die 2015 das erste Mal starten soll. Damit wäre sie dann die stärkste Rakete der Welt. Sie soll mehr als 53 Tonnen in den Orbit befördern können. Sie ist auf der bereits vielfach erfolgreichen Falcon-9-Rakte aufgebaut. 27 Motoren treiben sie an. Zum Vergleich: Wenn sie zündet, ist das vergleichbar mit einer Kraft von rund 15 Flugzeugen des Modells 747. Es gibt nur eine Rakete, die mehr Leistung brachte: die Saturn V Mondrakete, die zuletzt 1973 flog. Die Falcon Heavy ist speziell dafür entwickelt worden, um Menschen ins Weltall zu bringen - ein denkbares Ziel wäre eine bemannte Mond- oder Marsmission.

  • Grashopper

    SpaceX hat aktuell ein konkretes Ziel: Rakten so wieder zu landen, dass sie wiederverwendet werden können, um so die Kosten der Raumfahrt zu senken. Der Faktor wäre enorm: SpaceX könnte sie so um den Faktor 10 senken, heißt es. Dazu wurden der Grasshopper und die Falcon 9 Reusable Development Vehicles (F9R Dev) entwickelt. Es sind experimentelle Raketen für sogenannte suborbitale Flüge - sprich unterhalb des Orbits. Mit ihnen wird derzeit getestet, wie eine Rakete nach dem Start wieder kontrolliert und sicher auf der Erde gelandet werden kann. Erfolgreich waren die Test darin, dass die Rakete aus dem All zurück in die Atmosphäre und auf eine relativ kleine Landeplattform zugesteuert werden kann. Beim Versuch, die Rakete auf einer im Ozean schwimmenden, unbemannten Plattform landen zu lassen, scheiterten die Tests aber bislang. Im April 2015 war es beispielsweise nicht gelungen, die Geschwindigkeit der Rakete so stark zu reduzieren, dass sie auf den Landefüßen zum Stehen kommen konnte. Sie kippte um und zerschellte.

Die Strebe sei ungefähr 60 Zentimeter lang und etwa drei Zentimeter dick gewesen und habe zur Befestigung eines Heliumbehälters gedient, sagte Musk. Nach dem Zerbrechen der Strebe, sei der Behälter wahrscheinlich herausgeflogen und explodiert. Die Untersuchung sei aber noch nicht abgeschlossen.

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In Zukunft werde SpaceX jede Strebe individuell testen, kündigte Musk an. Der nächste Start eines „Dragon“ zur ISS werde durch den Unfall wahrscheinlich um einige Monate verschoben und „frühestens im September“ stattfinden.

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