SpaceX: Rakete explodiert auf US-Weltraumbahnhof

SpaceX: Rakete explodiert auf US-Weltraumbahnhof

, aktualisiert 01. September 2016, 17:28 Uhr
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Auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral ist eine Rakete explodiert.

Schwarzer Rauch über dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral: Eine Rakete der Raumfahrtfirma SpaceX explodiert bei einem Test. Menschen sollen nicht verletzt worden sein.

Nächster Rückschlag für die US-Raumfahrtfirma SpaceX: Eine „Falcon 9“-Rakete des privaten Unternehmens explodierte am Donnerstagmorgen (Ortszeit) bei einem Test auf dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida. „Es gab eine Unregelmäßigkeit auf der Abschussrampe heute, die mit dem Verlust der Rakete und ihrer Ladung endete“, teilte SpaceX mit. Wie bei solchen Tests üblich habe sich niemand auf der Abschussrampe aufgehalten und es habe keine Verletzten gegeben. Die Explosion ist ein weiterer Rückschlag für SpaceX, das bereits im vergangenen Sommer eine Rakete durch eine Explosion verloren hatte.

Fernsehbilder zeigten, wie über dem Gelände eine schwarze Rauchwolke aufstieg. Augenzeugen berichteten, dass die Explosion noch in einiger Entfernung von der Abschussrampe zu spüren war. „Wir beobachten die Situation, aber bislang sind wir noch nicht angefordert worden“, zitierte die „Florida Today“ einen Sprecher der lokalen Rettungsbehörden. Auch die US-Raumfahrtbehörde Nasa teilte mit, sie beobachte die Situation und stehe zur Unterstützung bereit, falls nötig. Zur Ursache der Explosion machte SpaceX zunächst keine Angaben. Auch über die Höhe des Sachschadens gab es zunächst keine Informationen.

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Medienberichten zufolge war am Donnerstagmorgen ein Routinetest mit einer unbemannten Rakete geplant. Am Samstag sollte die Rakete dann einen israelischen Satelliten ins All bringen.

SpaceX Der Beginn der Billigraumfahrt steht bevor

In der Nacht zum Dienstag landete SpaceX einen Coup: Erstmals ist eine Rakete nach einer Mission wieder erfolgreich auf der Erde gelandet. Für die Raumfahrtbranche brechen damit revolutionäre Zeiten an.

SpaceX Quelle: REUTERS

Die Explosion ist ein weiterer Rückschlag für das Unternehmen SpaceX, das sich derzeit darauf vorbereitet, ab dem kommenden Jahr Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen. Bereits im Juni vergangenen Jahres war eine SpaceX-Rakete kurz nach dem Start explodiert. Sie hatte den mit Nachschub beladenen Raumfrachter „Dragon“ zur Internationalen Raumstation ISS bringen sollen. Der Frachter war als Folge der Explosion zerbrochen.

Untersuchungen hatten SpaceX-Chef Elon Musk zufolge ergeben, dass vermutlich eine zerbrochen Stahlstrebe für die Explosion verantwortlich war. „Es sieht so aus, als sei die Strebe fehlerhaft hergestellt worden“, sagte er im Juli 2015 bei einer Telefon-Pressekonferenz.

SpaceX entwickelt derzeit unter anderem auch eine wiederverwendbare Rakete. Nach vier gescheiterten Versuchen war im April erstmals eine Rakete des Unternehmens nach dem Start wieder sicher auf einer unbemannten schwimmenden Plattform gelandet. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte SpaceX zum ersten Mal erfolgreich eine Rakete ins All geschossen, die nach ihrer Mission heil und aufrecht zum Startplatz auf die Erde zurückkehrte.

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