SpaceX: Trägerrakete bei Landung gebrochen

SpaceX: Trägerrakete bei Landung gebrochen

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Die SpaceX-Rakete beim Start.

Eine SpaceX-Rakete hat einen Satelliten ins All gebracht. Allerdings scheiterte der zweite Teil der Mission: Die Rakete sollte auf einer Landeplattform landen.

Eine US-Trägerrakete hat einen Satelliten in eine Erdumlaufbahn befördert, der eine langjährige amerikanisch-europäische Zusammenarbeit zur Messung des Meeresspiegels fortsetzen soll. Die Falcon 9 des Privatunternehmens SpaceX setzte am Sonntag den vom französischen Technologieunternehmen Thales Alenia gebauten Satelliten „Jason-3“ erfolgreich aus, was eine vor zwei Jahrzehnten begonnene Überwachung des Meeresspiegels von Ozeanen, von Wetterphänomenen und Stürmen fortsetzt.

Diese Technik baut SpaceX

  • Dragon

    Dragon ist das SpaceX-Raumschiff, mit dem die Falcon-9-Rakete startet. Dravon V1 heißt das erste Modell der Dragon-Kapsel, das nur für den Tranpsort von Fracht geeignet ist. Die Dragon V2 hingegen soll demnächst auch Menschen befördern können. So sollen bis zu sieben Personen zur Internationalen Raumstation (ISS) befördert werden. Erstmals startete die Dragon-Kapsel im Dezember 2010. Sie hat ein Volumen von 10 Kubikmetern und eine Nutzlast von mehr 3.000 Kilogramm.

  • Falcon 9

    Die Falcon 9 ist eine Trägerrakete, die SpaceX für eine Nutzlast im Orbit von rund 10 und 50 Tonnen entwickelt hat und auch einsetzt. Im Rahmen des Versorgungsprogramms der Internationalen Raumstation ISS wird die Rakete in Verbindung mit dem Dragon-Raumschiff genutzt. Außerdem wird sie kommerziell genutzt. Der erste Start war im Juni 2010.

  • Falcon Heavy

    Die Falcon Heavy ist die neue Riesenrakete von SpaceX die 2015 das erste Mal starten soll. Damit wäre sie dann die stärkste Rakete der Welt. Sie soll mehr als 53 Tonnen in den Orbit befördern können. Sie ist auf der bereits vielfach erfolgreichen Falcon-9-Rakte aufgebaut. 27 Motoren treiben sie an. Zum Vergleich: Wenn sie zündet, ist das vergleichbar mit einer Kraft von rund 15 Flugzeugen des Modells 747. Es gibt nur eine Rakete, die mehr Leistung brachte: die Saturn V Mondrakete, die zuletzt 1973 flog. Die Falcon Heavy ist speziell dafür entwickelt worden, um Menschen ins Weltall zu bringen - ein denkbares Ziel wäre eine bemannte Mond- oder Marsmission.

  • Grashopper

    SpaceX hat aktuell ein konkretes Ziel: Rakten so wieder zu landen, dass sie wiederverwendet werden können, um so die Kosten der Raumfahrt zu senken. Der Faktor wäre enorm: SpaceX könnte sie so um den Faktor 10 senken, heißt es. Dazu wurden der Grasshopper und die Falcon 9 Reusable Development Vehicles (F9R Dev) entwickelt. Es sind experimentelle Raketen für sogenannte suborbitale Flüge - sprich unterhalb des Orbits. Mit ihnen wird derzeit getestet, wie eine Rakete nach dem Start wieder kontrolliert und sicher auf der Erde gelandet werden kann. Erfolgreich waren die Test darin, dass die Rakete aus dem All zurück in die Atmosphäre und auf eine relativ kleine Landeplattform zugesteuert werden kann. Beim Versuch, die Rakete auf einer im Ozean schwimmenden, unbemannten Plattform landen zu lassen, scheiterten die Tests aber bislang. Im April 2015 war es beispielsweise nicht gelungen, die Geschwindigkeit der Rakete so stark zu reduzieren, dass sie auf den Landefüßen zum Stehen kommen konnte. Sie kippte um und zerschellte.

„Jason-3“ hätte bereits im August starten sollen, um das Wetterphänomen „El Nino“ zu beobachten. Ein technisches Problem einer Falcon 9 bei einem Flug zur Weltraumstation ISS im Juni führte zu einer Verzögerung.

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Während die Satellitenmission erfolgreich war, musste SpaceX bei einem zweiten Teil der Mission einen Rückschlag hinnehmen. Die erste Raketenstufe sollte auf einer Landeplattform vor der kalifornischen Küste landen. SpaceX hofft, mit der Wiederverwendung der Stufe künftig Kosten sparen zu können. Das Raketenteil sei jedoch bei der Landung umgekippt, weil ein Fahrgestellteil nicht wie geplant eingerastet sei, teilte SpaceX-Gründer Elon Musk per Twitter mit. Zuvor hatten Unternehmensvertreter noch erklärt, das Gestell sei bei der missglückten Aktion zu Bruch gegangen.

Zwei vorherige Landeversuche einer Falcon 9 scheiterten bei Cape Canaveral, im Dezember glückte dort eine vertikale Landung.

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