Spektakuläres Astrofoto: Besuch in der Sternfabrik

Spektakuläres Astrofoto: Besuch in der Sternfabrik

, aktualisiert 14. Juni 2017, 12:23 Uhr
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Die rot leuchtende Gaswolke rechts ist der Nebel Sharpless 2-54; in der Mitte der Adlernebel und links außen der Omeganebel. Das kosmische Trio gehört zu einem riesigen Komplex aus Gas und Staub, in dem neue Sterne entstehen. (Foto: Eso)

Quelle:Handelsblatt Online

Auf einem Berg in Chile betreibt die europäische Südsternwarte eines der leistungsfähigsten Teleskope der Welt. Damit gelingen immer wieder spektakuläre Bilder – wie dieser Schnappschuss einer Sternfabrik bei der Arbeit.

BerlinDer europäischen Südsternwarte Eso (European Southern Observatory) ist eine spektakuläre Aufnahme einer gigantischen kosmischen Sternfabrik gelungen. Das am Mittwoch veröffentlichte Bild zeigt drei Gas- und Staubnebel, die durch das Licht neu entstandener Sterne zum Leuchten gebracht werden.

Der Adler- und der Omeganebel sowie der lichtschwächere Nebel mit dem Katalognamen Sharpless 2-54 gehören zu einem riesigen Komplex, in dem neue Sonnen entstehen. Die drei Nebel schillern angeregt vom Licht der jungen Sterne rot bis pink, der typischen Farbe wasserstoffreicher Regionen im All. Das Bild wurde aus mehreren Dutzend Einzelaufnahmen zusammengesetzt.

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Sharpless 2-54 ebenso wie Adler- und Omeganebel sind ungefähr 7000 Lichtjahre von der Erde entfernt – die ersten beiden zählen zum Sternbild Schlange, während letzterer Teil des Sternbilds Schütze ist. In dieser Region der Milchstraße liegt eine riesige Materiewolke, in der neue Sterne entstehen.

Die drei Nebel sind ein Produkt dieser Sternentstehung. Sie zeigen, in welchen Bereichen der Wolke sich Materieklumpen gebildet haben, die dann zu neuen Sternen kollabiert sind. Das energiereiche Licht dieser neugeborenen Sonnen lässt die Nebel erstrahlen, indem es dafür sorgt, dass das umgebende Gas selbst Licht aussendet.


Eines der größten Bilder der Eso

Das Bild entstand bei Beobachtungen mit VLT Survey Telescope (VST) auf dem Cerro Paranal, einem von drei Beobachtungsstandorten der Eso in Chile. Auf dem wegen seiner trockenen, klaren Luft für astronomische Beobachtungen besonders gut geeigneten Berg betreibt die Südsternwarte - eine Forschungsgemeinschaft von 16 europäischen Ländern - das weltweit leistungsfähigste Observatorium für Beobachtungen im sichtbaren Licht.

Die Aufnahme wurde aus dutzenden kleineren Farbbildern zusammengesetzt, von denen jede einzelne 256 Megapixel groß ist. Das Endergebnis ist mit 3,3 Gigapixel eines der größten Bilder, die je von der Eso veröffentlicht wurden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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