Sterblichkeitsdaten: Im Osten Deutschlands ist das Sterberisiko höher

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Sterblichkeitsdaten: Im Osten Deutschlands ist das Sterberisiko höher

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Gesundheit ist in Deutschland sehr ungleich verteilt. Als trauriger Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich gilt Sachsen-Anhalt.

Ostdeutsche sind häufiger krank als Westdeutsche. Das belegen regionale Sterbedaten des Europäischen Statistikamts Eurostat, für die alle Todesfälle 2010 untersucht wurden. Besonders betroffen ist Sachsen-Anhalt.

Gute Gesundheit ist in Deutschland ungleich verteilt. Der Anteil der Bevölkerung, der an klassischen Zivilisationskrankheiten erkrankt und stirbt, ist in den ostdeutschen Bundesländern weit höher als im Westen. Laut einer Erhebung von Eurostat müssen die Ostdeutschen eher damit rechnen an Krebs oder Herzleiden zu sterben, als ihre Mitbürger in den westdeutschen Bundesländern. Trauriger Spitzenreiter der Statistik: Sachsen-Anhalt. Allein im letzten Jahr kamen dort auf 100.000 Einwohner etwa 1310 Todesfälle. Ähnlich erschreckend sind die Zahlen mit 1200 bis 1299 Toten pro 100.000 Einwohner in Sachsen und im Saarland, dicht gefolgt von Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.

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Aufatmen dürfen dagegen die Bürger in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg. Dort ist die Sterberaten mit weniger als 1000 Toten pro 100.000 Einwohnern deutschlandweit am niedrigsten.

Der Grund für die deutschlandweit ungleiche Verteilung liegt vor allem in der Altersstruktur der neuen Bundesländer. In Ostdeutschland ist die Bevölkerung zunehmend überaltert, viele junge Menschen sind in die westdeutschen Bundesländer abgewandert.

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Zurück bleiben die Alten und Schwachen, die besonders häufig den klassischen Volkskrankheiten erliegen. Als häufigste Todesursache gelten laut Eurostat Herzleiden: Herzinfarkte, Erkrankungen der Herzgefäße und chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen forderten 2012 die meisten Todesopfer. Zu ergänzen: 92 Prozent der an Herzleiden Verstorbenen waren 65 Jahre und älter.

Und auch hier lässt sich für Sachsen-Anhalt eine traurige Bilanz ziehen: Mit 609 Todesfällen, in denen Herzleiden eine Rolle spielten, wird das Bundesland erneut zum Tabellenführer, gefolgt von Sachsen, Thüringen und Brandenburg. In Hamburg und Berlin darf man sich hingegen freuen: Laut Eurostat starben im Stadtstaat Berlin nur rund 345 Menschen pro 100.000 Einwohner an einer Herzkrankheit. Gemessen an der Größe der Bevölkerung fällt Berlin damit weit hinter Sachsen-Anhalt zurück. Die Wahrscheinlichkeit in Berlin an einem Herzleiden zu sterben ist 76 Prozent geringer als in Sachsen-Anhalt.

Wie ungleich die Gesundheitsversorgung innerhalb von Deutsch9128106land verteilt ist, zeigt sich auch an Krebserkrankungen, die als zweithäufigste Todesursache gelten. Erneut ist Sachsen-Anhalt im Vergleich der regionalen Sterbedaten am stärksten betroffen: Dort starben 2010 354 Erkrankte pro 100.000 Einwohner an Krebs. Am geringsten ist die Krankheitsrate dagegen in Baden-Württemberg. Auch Bayern und Schleswig-Holstein kommen hier gut weg.

Neben dem Alter nennen Mediziner auch Umweltbelastungen und Ernährungsgewohnheiten als Faktoren für eine erhöhte Sterblichkeit. Eine wichtige Rolle spielen zudem Früherkennungsangebote: Je früher beispielsweise Krebs erkannt wird, desto besser sind meist die Überlebenschancen.

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