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kolumneSternstunde: Der Hype um die Sonnenfinsternis

Kolumne von Meike Lorenzen

In wenigen Tagen wird über Australien eine ringförmige Sonnenfinsternis zu sehen sein. Über das Schauspiel im Allgemeinen und den Hype rund um das Phänomen am Himmel.

Ein Junge betrachtet durch eine spezielle Schutzbrille die Sonne am Himmel. Quelle: dpa/dpaweb
Ein Junge betrachtet durch eine spezielle Schutzbrille die Sonne am Himmel. Quelle: dpa/dpaweb

Am 11. August 1999 bot sich ein bizarres Bild an der südfranzösischen Atlantikküste. Dort – auf der Halbinsel des Médoc nördlich von Bordeaux – stand eine Horde Menschen in schummrigem Licht am Strand und starrte gen Himmel. Sie waren splitternackt und trugen seltsame, dunkle Plastikbrillen auf der Nase. Was die Nudisten der Ferienanlage Euronat in diesem Moment fasziniert beobachteten, bestaunten gleichzeitig auch Milliarden bekleidete Menschen in Mittel- und vor allem Südeuropa. Sie sahen das erste Mal seit Mai 1919 eine totale Sonnenfinsternis. Tagelang hatten die Zeitungen über kein anderes Thema mehr geschrieben. Das Naturschauspiel im All war eines der ganz großen Ereignisse des Jahres.

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Ein besonderes Naturschauspiel ist es, wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt. Quelle: dpa/dpaweb
Ein besonderes Naturschauspiel ist es, wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt. Quelle: dpa/dpaweb

Nun ist es wieder soweit. Zumindest fast. Denn eine totale Sonnenfinsternis tritt nur alle 659 mal in 1000 Jahren auf. Am kommenden Freitag wird deshalb über den Wüsten Westaustraliens nur eine ringförmige Sonnenfinsternis am Himmel stehen. Dann ist Neumond und der Mond bildet mit der Erde und der Sonne genau eine Linie. Die sogenannte Zentralzone, also der Weg, den die Sonnenfinsternis beschreitet, verläuft dann über die große Nord-Süd-Verbindung des australischen Kontinents und über den Pazifik.

Kleines Publikum

Zuerst sehen die Bewohner der kleinen Ortschaften Tennant Creek (etwa 3000 Einwohner) und Elliot (etwa 350 Einwohner) das Spektakel am Himmel. Später taucht der Feuerring dann auch am Himmel von Wollongong südlich von Sidney auf. Schließlich verschwindet er gen Pazifik, wo die sogenannte Zentralzone die Ostspitze Neuguineas, die Salomonen und die kleinen Gilbert-Inseln streift. Östlich von ihnen wird die Verfinsterung mit einer Flächendeckung von 91,3 Prozent am stärksten sein. Die Finsternis wird bei Sonnenuntergang enden – etwa 1000 Kilometer nordöstlich der Inselgruppe Marquesas (Französisch Polynesien). Immer dem Verlauf des Mondes folgend.

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