Sternstunde: Die atemberaubenden Twitterbilder der ISS-Astronauten

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kolumneSternstunde: Die atemberaubenden Twitterbilder der ISS-Astronauten

Kolumne von Andreas Menn

Täglich knipsen Astronauten auf der Raumstation ISS die Erde. Die aufregendsten Bilder aus dem All und ihre Geschichten.

Die sechs Astronauten auf der internationalen Raumstation ISS haben ein enormes Arbeitspensum: Sie führen Experimente durch, tauschen Luftfilter aus und montieren neue Geräte auf spektakulären Weltraumspaziergängen. Doch nach getaner Arbeit widmen sich die Raumfahrer einem ganz besonderen Hobby: Sie fotografieren die Erde – aus 400 Kilometern Höhe.

Die Bilder, die dabei entstehen, kann die ganze Welt wenig später im Netz bestaunen. Denn ihre Schnappschüsse veröffentlichen die Raumfahrer auf Twitter. Besonders eifrig teilen der Italiener Luca Parmitano und die Amerikanerin Karen Nyberg der Internet-Gemeinde mit, was sie aus dem All zu sehen bekommen.

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Es sind Fotos von Waldbränden, Vulkanausbrüchen und Großstädten bei Nacht; von merkwürdigen Bauwerken in der Wüste und wunderschönen Inseln in der Südsee. Wie selten zuvor zeigen die Bilder, wie reich und vielfältig die Natur unseres Planeten ist – und wie verletzlich und klein die Erde doch erscheint, wenn man sie aus dem All betrachtet.

Hell strahlende Städte unter Nordlichtern und Sternen

Für ihre Fotoleidenschaft nutzen Parmitano, Nyberg und Kollegen eine ganz besondere Aussichtsplattform: Eine Glaskuppel namens Cupola, die erst vor dreieinhalb Jahren an der Raumstation angebracht wurde. Die rund drei Meter breite Kapsel bietet mit sechs Seitenfenstern und einem großen Hauptfenster einen Rundumblick auf die Erde – und bietet genug Platz für zwei Erwachsene samt Fotoausrüstung.

Von diesem Ort entstanden auch spektakuläre Videoaufnahmen ganzer Kontinente, mit hell strahlenden Städten unter Nordlichtern und Sternen. Weil sich die ISS mit 7,7 Kilometern pro Sekunde fortbewegt, verwackeln auf der Nachtseite der Erde Fotos, die die Astronauten aus freier Hand knipsen. Darum nutzen die orbitalen Hobby-Fotografen ein motorisiertes Stativ namens NightPod, das die Bahnbewegung der Raumstation ausgleicht und die einprogrammierten Koordinaten des gewünschten Fotomotivs immer im Mittelpunkt des Kameraausschnitts hält.

Auf ihrem Flug über die Erde bekommen Parmitano,  Nyberg und Co. mehr geboten als jeder andere Mensch: Binnen 90 Minuten haben sie die Erde einmal umrundet – und die Waldbrände in Kalifornien, Wüsten in Afrika und Japan bei Nacht gesehen. Wer nachfühlen will, wie das Reisen bei Tempo 27600 Kilometern pro Stunde ist, kann sich im Internet einen Livestream anschauen, den eine Kamera von der ISS zur Erde funkt.

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