Sternstunde: Harte Jungs und Mädels im All – was Astronauten aushalten müssen

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kolumneSternstunde: Harte Jungs und Mädels im All – was Astronauten aushalten müssen

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Der italienische Astronaut Luca Parmitano vor seinem Flug zur Internationalen Raumstation (ISS).

Kolumne von Meike Lorenzen

Der Flug in die Weiten des Weltraums ist nicht ungefährlich. Welche Auswirkungen die Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper hat.

Einmal die Erde aus dem Weltall bestaunen – das ist ein Traum, der nur wenigen gewährt wird. Wer sich nicht zum Astronauten ausbilden lässt, muss tief in die Tasche greifen. Die Multimillionärin Anousheh Ansari flog 2006 als erste Weltraumtouristin für satte 16 Millionen Euro ins All. Sie ist bisher die einzige Frau, die diese Summe aufgebracht hat. Insgesamt haben es sieben Menschen als Touristen in den Weltraum geschafft.

Sie und die Astronauten sind vor allem harten Strapazen ausgesetzt: Wer unseren Planeten aus der Ferne sehen will, muss mit Kopfschmerzen, Übelkeit und schwindenden Muskeln leben. Ohne eine gute Vorbereitung, kann der Flug ins All ernsthaft gefährlich werden. Ein Überblick über den Einfluss der Schwerkraft auf den menschlichen Körper:

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Sternstunde Astronauten: Das härteste Casting der Welt

Im Weltraum spazieren, jeden Tag Neues lernen: Der deutsche Raumfahrer Alexander Gerst sagt, er habe den besten Job der Welt. Doch wer Astronaut werden will, muss eine harte Auswahlprüfung durchstehen.

Schlauer Kopf fliegt ins All: Astronaut Alexander Gerst probt ein medizinisches Experiment für seinen Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS. Quelle: Andreas Menn

Blut im Kopf

Auf der Erde pumpt das menschliche Herz das Blut von unten nach oben. So kommt das Blut zum Beispiel aus den Füßen zurück zum Herzen oder vom Herzen hoch in den Kopf. Dabei muss das Herz gegen die Schwerkraft anpumpen.

Im Weltall herrscht aber Schwerelosigkeit. Dort gibt es keine Schwerkraft, gegen die das Herz anpumpen muss. Das Blut fließt genauso einfach nach oben wie nach unten. Also muss das Herz eines Astronauten eigentlich gar nicht so schwer arbeiten wie auf der Erde. Tut es aber trotzdem.

Der Körper des Astronauten muss sich erst an die neue Umgebung gewöhnen und das dauert ein paar Wochen. So lange pumpt das Herz kräftig weiter. Der Astronaut hat deswegen mehr Blut im Kopf als sonst. Etwa eineinhalb Liter Flüssigkeit gelangen so in den Kopf und lässt ihn leicht geschwollen und größer aussehen. „Puffy Face“ wird das im Fachjargon genannt. Folgen können massive Kopfschmerzen sein. Gleichzeitig fehlt das Blut an den Beinen. Kalte Füße und dünnere Beine sind die Folge.

Landen die Astronauten wieder auf der Erde, wird durch die Gravitation plötzlich so viel Blut aus dem Kopf abgezogen, dass eine Ohnmacht kaum zu vermeiden ist.

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