Sternstunde: Weltraum: Privatflug auf den Mond

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kolumneSternstunde: Weltraum: Privatflug auf den Mond

Kolumne von Andreas Menn

Ein US-Startup will noch in diesem Jahrzehnt Menschen auf den Mond senden – und sammelt nun Geld via Crowdfunding.

Neil Armstrong hinterließ als erster Mensch Fußabdrücke auf dem Mond – und der Menschheit ein legendäres Zitat. Von da an ging es stetig bergab: Die Mission Apollo 13 tötete nach der Explosion eines Tanks fast ihre Astronauten. Die Mondmissionen gerieten in die Kritik. Und von Eugene Cernan, der vor 40 Jahren als letzter Mensch den Mond verließ, sind vor allem live ins Radio übertragene Flüche in Erinnerung, über die sich die Amerikaner echauffierten: „Hurensohn! Was zur Hölle ist passiert!“, rief er, als seine Mondfähre kurz außer Kontrolle geriet. Seitdem herrscht Stille auf dem Erdtrabanten.

Und die macht Wissenschaftler, die sich mit dem Mond beschäftigen, fast verrückt. Tausend ungelöste Fragen beschäftigt sie: Wie viel Wasser gibt es auf dem Mond? Wie ist er überhaupt entstanden? Wie ließe sich mit Mond-Sand Treibstoff herstellen? Astronauten auf dem Erdtrabanten könnten all diese Probleme erforschen – aus der Ferne ist das viel schwieriger. 295 Kilogramm Mondgestein, das die Apollo-Missionen zur Erde brachten, lagern im Johnson Space Center in Texas. Forscher erzählten vergangenes Jahr am Rande einer Mondkonferenz in Berlin, sie könnten sich glücklich schätzen, wenn sie nur ein Sandkorn davon für ihre Experimente erhielten.

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Aber vielleicht gibt es bald Nachschub. Ein privates Startup aus den USA nämlich hat kürzlich ein waghalsiges Projekt angekündigt: Bis zum Ende des Jahrzehnts, erklärten die Manager der Golden Spike Company, werde das Unternehmen eine Mondlandfähre bauen und private Trips auf den Erdtrabanten ermöglichen.

Die private Apollo-Mission soll wie folgt ablaufen: Raketen transportieren nacheinander ein Raumschiff und eine Mondlandefähre in eine Erdumlaufbahn. Beide schließen sich zusammen und fliegen Richtung Mond. Dort teilt sich das Vehikel in ein Raumschiff, das um den Mond kreist, und eine Fähre, die auf dem Trabanten landet. Zum Rückflug fliegt die Fähre zum Raumschiff und beide schießen zurück zu Erde.

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