Stiftung Warentest: Fast jeder zweite abgepackte Salat enthält zu viele Keime

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Stiftung Warentest: Fast jeder zweite abgepackte Salat enthält zu viele Keime

Abgepackte Salate enthalten oft zu viele Keime, sagt die Stiftung Warentest. Auch ein Bio-Produkt fiel durch. Vor allem Risikogruppen wie Schwangere sollten die Finger davon lassen.

19 verzehrfertige Salatmischungen wurden getestet. Neun davon enthielten zu viele Keime, vor allem Hefen. Keines der Produkte war im Test am Verbrauchsdatum von guter "mikrobiologischer" Qualität - einer der Salate war am Verbrauchsdatum sogar verdorben. Allerdings wurden keine gefährlichen Krankheitserreger gefunden. Zehn Salate waren im Prüfpunkt mikrobiologische Qualität „befriedigend“, acht „ausreichend“ und einer „mangelhaft“.

Das ist das Ergebnis der Stiftung Warentest, die für die Juni-Ausgabe der Zeitschrift test abgepackte Salatmischungen getestet hat.

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Verzehrfertiger und abgepackter Salat ist bei optimaler Kühlung lediglich sechs Tage haltbar - und genauso empfindlich wie Hackfleisch. Sollte die Kühlung nicht durchgehend gewährleistet sein, können sich Keime schnell vermehren. Es kann besonders bei empfindlichen Personen zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Risikogruppen wie Schwangere oder immungeschwächte Personen sollten lieber nicht zum Tütensalat greifen. Generell wird empfohlen, die Salate vor dem Verzehr noch einmal gründlich zu waschen, auch wenn auf der Packung angegeben ist, dass sie bereits gewaschen wurden.

Problem-Keime in Krankenhäusern

  • Diese Keime sind schwer zu bekämpfen

    Etwa drei bis fünf Prozent der Krankenhauserreger sind Stämme des auf Haut und Schleimhaut lebenden multiresistenten Staphylococcus aureus (MRSA), gegen die es noch vier bis fünf wirksame Antibiotika gibt. Andere, im Darm lebende Bakterien (ESBL) hingegen produzieren bestimmte Enzyme, die sie gegen die meisten Antibiotika-Klassen resistent machen. Besonders schwierig sind Infektionen mit KPC (Carbapenemase bildende Bakterien der Art Klebsiella pneumoniae) zu behandeln, weil hier auch Carbapeneme als letzte neue Wirksubstanzen versagen und die Ärzte auf ein veraltetes Antibiotikum ausweichen müssen. Die Entwicklung neuer Antibiotika hinkt hinterher.

  • Wann versagen Antibiotika?

    Etwa 90 Prozent der Krankenhausinfektionen rühren von Keimen her, die mit einem Antibiotikum wirksam bekämpft werden können. Problematischer sind Erreger, die Resistenzen entwickelt haben. Das geschieht vermutlich unter anderem, weil Antibiotika in der Tiermast, aber auch bei Menschen zu häufig und nicht zielgenau verabreicht werden. Dadurch werden Antibiotika-empfindliche Bakterien abgetötet, während die Antibiotika-resistenten sich umso konkurrenzloser vermehren können.

  • Wann wird es gefährlich?

    Das Gros der Keime, die in Krankenhäusern für Infektionen sorgen, sind normalerweise harmlose Bakterien, mit denen viele Menschen besiedelt sind. Geraten diese zumeist im Darm vorkommenden Keime jedoch in Blutbahn, Blase oder Lunge, können sie vor allem immungeschwächten Menschen zur Gefahr werden.

Besonders schlecht schnitt eine Salatmischung des Kölner Handelskonzerns Rewe ab; sie war am stärksten mit Pestiziden belastet, gehörte gleichzeitig mikrobiologisch aber zu einem der besseren Produkte. Ein anderer Rewe-Salat hätte nicht als Bioprodukt verkauft werden dürfen. Die Tester fanden Pestizide, die in Biosalaten nicht zugelassen sind.

Die Entwarnung: Andere getestete Salatmischungen waren nicht oder nur kaum mit Pestiziden belastet.

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