Stiftung Warentest: Gift und billige Ersatzstoffe in Pesto

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Stiftung Warentest: Gift und billige Ersatzstoffe in Pesto

, aktualisiert 25. Juli 2013, 13:50 Uhr

Es ist grün, lecker und möglicherweise gesundheitsschädlich – das Pesto. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest ergab: Von 30 Basilikumsoßen verdienten nur drei das Qualitätsurteil „gut“, eine war schadstoffbelastet.

Spätestens seit Steffi Graf in der Werbung die Pastasoßen von Barilla anpreist, erfreut sich das Pesto in Deutschland höchster Beliebtheit. Kein Wunder, geben doch 65 Prozent der Deutschen an, ihrer großen Tennislegende zu vertrauen. Das Vertrauen in das beworbene Produkt wurde heute indes schwer erschüttert: Ein Drittel der von der "Stiftung Warentest" untersuchten Basilikumsoßen erhielt die Note „mangelhaft“, wie die Zeitschrift am Donnerstag in ihrer August-Ausgabe berichtet.

Insbesondere bei den Zutaten nehmen es die Hersteller nicht so genau: So wurden in fünf von sechs Pesti Genovese Oliven- durch Sonnenblumenöl, Pinien- durch Cashewkerne oder Parmesan und Pecorino durch Kartoffelflocken und Weizengrieß ersetzt. Wer sich nicht eines Etikettenschwindels schuldig machen und dennoch bei der Produktion sparen möchte, greift auf Bezeichnungen zurück wie "Pesto alla Genovese" oder "Pesto Verde" – denn diese Begriffe sind nicht geschützt.

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Zwei dieser Basilikumzubereitungen aus dem Kühlregal schmeckten laut „test“ fast wie selbstgemacht: der Testsieger heißt "Frisches Pesto Basilico" von Hilcona mit der Note "gut" (2,0). Auch ganz vorne mit dabei: die günstigen Zubereitungen von Aldi Nord ("Casa Morano Pesto Verde") mit der Note 2,2 sowie das "Pesto alla Genovese" von Rewe (2,5).

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Andere Produkte fielen beim Geschmack durch. So etwa das "Lucchi & Guastali" von Manufaktum, einem der teuersten der untersuchten Produkte. Es fiel auch aufgrund von Verderbniskeimen und einer faserigen Konsistenz durch. Im Pesto von Bernbacher fanden sich sogar feine, harte Bambusfasern, die in Lebensmitteln überhaupt nichts zu suchen haben.

Im Biopesto des Schweizer Herstellers Ppura ließ sich der potenziell krebserregende Schadstoff Anthrachinon nachweisen. In der EU ist er als Pestizid nicht zugelassen. Die analysierte Menge überschritt den zulässigen Grenzwert um das 80-fache. Nach einer Vorabinformation vor Erscheinen des Hefts rief der Anbieter das Produkt bereits zurück.

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