Studentenprojekt: Uni-Satellit "Uwe-3" fliegt demnächst ins All

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Studentenprojekt: Uni-Satellit "Uwe-3" fliegt demnächst ins All

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Der Picosatellit UWE-3 - hier eine CAD-Zeichnung - ist die dritte Generation einer Serie von Kleinst-Satelliten der Universität Würzburg.

Er sieht aus wie ein kleiner Würfel, doch in Wirklichkeit handelt es sich um einen Kleinsatelliten. Er wurde an der Uni Würzburg gebaut und soll mit einer russischen Rakete ins All geschossen werden. Die Forscher sind gespannt auf die Himmelsdaten.

Noch steht der kleine unscheinbare Würfel mit den glänzenden Solarzellen im Testlabor der Uni Würzburg. Schon in wenigen Monaten wird der Kleinsatellit mit einer Kantenlänge von gerade einmal zehn Zentimetern seine Bahnen um die Erde ziehen. In etwa 600 Kilometern Höhe wird der ein Kilogramm schwere Würfel dann seine Messdaten nach unten funken. Der sogenannte Pico-Satellit ist Teil einer Pionierforschung in Miniaturisierungstechnik, die auch der praktischen Ausbildung der Studenten dient.

„Das ist eine wahnsinnig gute Chance, hier kreativ mitzuarbeiten“, sagt Doktorand Stephan Busch. Er forscht seit 2008 im Team und koordiniert mittlerweile das Projekt rund um den Universität-Würzburg-Experimentalsatelliten, kurz „Uwe“. „Mit "Uwe" können wir uns was trauen, neue Dinge erforschen und sehr interdisziplinär arbeiten. Wir bauen nicht nur ein Teil des Satelliten, sondern den kompletten Satellit“, so Busch. Und die Versuche der Studenten enden nicht in Testgeräten. Im Gegenteil. Die ertüftelten Satelliten werden ins All geschossen. Der aktuelle Mini-Satellit der Würzburger Studenten, „Uwe-3“, wird Ende März zur russischen Raketenbasis gebracht.

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„Wenn Uwe in der Umlaufbahn ist, fangen die wissenschaftlichen Messungen an, die wir optimieren wollen“, sagt Projektleiter Klaus Schilling vom Institut für Informatik. Dazu müssen die jungen Forscher immer wieder genau den Zeitpunkt abpassen, an dem „Uwe-3“ über Würzburg fliegt. In diesem knapp zehnminütigen Fenster werden die gesammelten Daten vom Satelliten zur Uni und neue Aufgaben zum Satelliten übertragen. Gesendet wird über die Frequenzwellen, die auch für Radioempfang genutzt werden. Allerdings sind die „Uwe“-Töne weniger melodisch.

Vielmehr sind es viele Piep-Geräusche, die über den klassischen Amateurfunk empfangen werden. „Die Signale verschiedener Satelliten unterscheiden sich in Frequenz und Codierung, so dass wir unseren "Uwe" heraushören können“, sagt Busch. Das zehnköpfige „Uwe“-Kernteam besteht aus Master- und Bachelorstudenten sowie Doktoranden der Luft- und Raumfahrttechnik.

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Nur etwa drei Monate lang werden Würfel und Studenten emsig miteinander kommunizieren. „Die begrenzte Lebensdauer liegt daran, dass wir aus Kostengründen keine strahlungsharten Bauteile verwenden“, sagt der Professor. Die Komponentenkosten liegen dafür aber auch nur bei rund 20.000 Euro.

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