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Suche nach Leben: Forscher rätseln über Lavaströme auf dem Mars

Ernüchternde Erkenntnisse haben eine altbekannte Mars-Theorie in Frage gestellt. Die Tonvorkommen auf dem roten Planeten sind offenbar kein Erbe einstiger Meere, wie bisher angenommen. Geoforscher der Universität Poitiers gehen davon aus, dass Vulkane der Ursprung des Tons sind.

Der "Mount Sharp" auf dem Mars ist das Ziel der Sonde "Curiosity". Quelle: dpa
Der "Mount Sharp" auf dem Mars ist das Ziel der Sonde "Curiosity". Quelle: dpa

Die Hypothese steht allem entgegen, was bisher vermutet wurde. Dass die Tonvorkommen auf dem Mars Hinweise darauf geben, dass auf dem Planeten einst ein feucht-warmes Klima herrschte, ist bisher die weitverbreitete Theorie der Forschung. Mit ihr verbunden ist die populäre Überlegung, ob auf dem Mars Leben möglich gewesen sein könnte. All das wird nun in Frage gestellt.

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In einem Fachblatt schreibt das Forscherteam um Alain Meunier, dass sich die Tonmineralien auf dem Mars durch wasserreiche Lavaströme geformt haben. Indizien dafür haben die Wissenschaftler bei Untersuchungen im Mururoa-Atoll in Französisch-Polynesien entdeckt. Die dort gefundenen Tonmineralien sind vulkanischen Ursprungs, und sie gleichen den Eigenschaften, die auch die Raumsonde “Mars Reconnaissance Orbiter” auf dem Mars nachgewiesen hat. Auch die Zusammensetzung bekannter Marsmeteoriten stütze die These eines vulkanischen Ursprungs des Mars-Tons, schreiben die Forscher.

März 2013

Nach einer Zwangspause für den Marsrover Curiosity wegen eines Softwarefehlers, rollt er nun wieder. Außerdem kann er auch seine Experimente auf dem Mars fortsetzen. Auf diesem Bild hat er sich selbst fotografiert.

Bild: AP

Um die Theorie der Geoforscher zu untermauern, müssen nun genaue Messungen vor Ort vorgenommen werden. Ein Projekt, für das laut Expertenmeinung die beiden zur Zeit aktiven Marsrover “Opportunity” und “Curiosity” sicher bald Gelegenheit haben.

Mission Curiosity

Vor allem der Rover “Curiosity” sorgte in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen. Seit einem Monat ist die Sonde auf dem Mars unterwegs und hat bereits die ersten hundert Meter zürückgelegt. Derzeit sammelt der Roboter erste Gesteinsproben. Erste Bohrungen im Marsgestein sind dagegen erst in etwa einem Monat geplant, wenn “Curiosity“ an seinem ersten Zielort namens Glenelg eintreffen könnte. Dieser Ort ist wissenschaftlich besonders interessant, weil dort drei verschiedene geologische Formationen aufeinandertreffen.

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