Supernova: Studenten entdecken zufällig Sternenexplosion

Supernova: Studenten entdecken zufällig Sternenexplosion

Bei einem kurzen Teleskop-Workshop haben Studenten in London per Zufall eine Supernova entdeckt, die sich in zwölf Millionen Lichtjahren Entfernung ereignete. Seit 25 Jahren war uns keine Sternenexplosion so nah - und doch hätten Astronomen sie fast übersehen.

Die Sternenexplosion in zwölf Millionen Lichtjahren Entfernung war zu hell - automatische Überwachungsprogramme hielten sie teilweise für eine störende Lichtquelle. So wäre das Phänomen professionellen Forschern fast entgangen.

Doch vier Studenten und ihr Professor aus London entdeckten die Supernova durch Zufall. Am großen Uni-Teleskops am University College London sollten sie in einem 10-minütigen Workshop lernen, wie man die Kamera am Teleskop bedient.

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In dem Artikel auf der Internetseite der Fakultät für Mathematik und Physik beschreiben die Studenten jetzt die Zufälle, die zu der bedeutenden Entdeckung führten. Wegen des bewölkten Himmels wählten die Studenten als die Galaxie "Messier 82", die zwischen den Wolken noch zu erkennen war. Dabei fiel ihnen ein ungewöhnlicher Lichtpunkt im Sternbild "Großer Bär" auf. Die Studenten beobachteten die Helligkeitsveränderungen genauer und machten schnell mehrere Aufnahmen.

Um Messfehler auszuschließen, benutzten sie ein weiteres Teleskop für zusätzliche Aufnahmen, kurz bevor die Wolken die Sicht verdecken konnten. Diese schickten sie an die International Astronomical Union (IAU). Deren Messungen zeigen: Diese Supernova gehört zur hellsten Gruppe der Sternenexplosionen, den "Typ-Ia-Supernovae". Deshalb war sie zunächst als störende Lichtquelle wahrgenommen worden. Die Forscher glauben, dass sie in einem sogenannten "Binären System" entstanden ist. Dabei zieht ein Stern des Typs "Weißer Zwerg" von einem benachbarten Stern ab, bis er instabil wird und explodiert.

Die IAU gibt der Supernova den offiziellen Namen SN 2014J. Der Professor und die Studentengruppe sind als ihre Erstentdecker eingetragen worden. Mit einer Entfernung von rund zwölf Millionen Lichtjahren zur Erde gehört die Zigarrengalaxie nach astronomischen Maßstäben noch zu unserer Nachbarschaft.

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So erdnahe Sternenexplosionen sind selten. Zuletzt war mit SN 1993J im März 1993 eine Supernova in elf Millionen Lichtjahren in der Galaxie M81 entdeckt worden. Die erdnächste gemessene Supernova hatten Astronomen wenige Jahre zuvor mit SN 1987A entdeckt. Sie hatte 168.000 Lichtjahre entfernt stattgefunden.

Hobbyastronomen können die Zigarrengalaxie mit der aktuellen Supernova auch ohne viel Erfahrung sehen. Sie befindet sich in der Nähe des "Großen Bären" und ist schon mit einem Fernglas zu erkennen. Astronomen vermuten, dass die Supernova in den nächsten Tage noch heller am Himmel erscheinen könnte.

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