TET-1: Satellitenbus bringt neue Technik ins All

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TET-1: Satellitenbus bringt neue Technik ins All

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Der "Weiße Storch" startet am Tanegashima Space Center.

Dieses Wochenende ist durch rege Raumfahrtaktivitäten gekennzeichnet: Am Samstag startete der "Weiße Storch" zur ISS, am Sonntag machte sich nach langer Verspätung endlich der neue deutsche Satellitenbus auf den Weg in den Weltraum.

Eine russische Trägerrakete hat am Sonntag einen deutschen Technologieerprobungsträger ins All geschossen: TET-1 sei um 08.40 Uhr MESZ an der Spitze einer „Sojus-FG“ vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) gestartet, teilte die Raumfahrtagentur Roskosmos mit. Der Clusterstart am Sonntag, bei dem noch weitere vier Satelliten aus Russland, Weißrussland und Kanada ausgesetzt wurden, fand mit sechswöchiger Verspätung statt. Der ursprüngliche Starttermin 7. Juni musste wegen vertraglicher Probleme mit Kasachstan, von dem Russland den Weltraumbahnhof bis 2050 gepachtet hat, verschoben werden.

Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR in Köln dient der neue sogenannte Satellitenbus der Verifikation neuer Technologien im Weltraum. Im Unterschied zu seinem Vorgänger verfügt TET-1 unter anderem über ein verändertes Onboard-Datenmanagement.

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„Weißer Storch“ fliegt zur ISS

Japan hatte bereits am Samstag sein drittes automatisches Frachtraumschiff zur Internationalen Raumstation ISS auf den Weg gebracht. Der Frachter HTV3 „Kounotori3“ („Weißer Storch“) , der um 04.06 Uhr deutscher Zeit mit einer H-IIB-Trägerrakete vom südjapanischen Weltraumbahnhof Tanegashima abgehoben hat, bringt rund 3,5 Tonnen Nachschub auf die Umlaufbahn, teilte die Raumfahrtagentur JAXA mit. Die Ankopplung sei für kommenden Freitag geplant.

Das Raumschiff hat unter anderem Lebensmittel, Verbrauchsmaterial, eine Kühlwasserpumpe, einen Katalysereaktor, Datenrekorder und wissenschaftliche Ausrüstungen sowie fünf Mini-Satelliten an Bord. Letztere sollen vom japanischen Astronauten Akihiko Hoshide mit Hilfe einer speziellen Vorrichtung im freien Raum ausgesetzt werden.

Am späten Sonntagabend soll noch das russische Frachtraumschiff „Progress M-15M“ zu Testzwecken von der Station abgekoppelt werden. Die Abkopplung ist für 22.37 Uhr deutscher Zeit geplant, teilte das Flugleitzentrum (ZUP) in Koroljow bei Moskau mit. In der Nacht zum Dienstag solle der Frachter dann wieder am russischen „Pirs“-Modul anlegen. Dabei werde eine neue Antenne des Rendezvoussystems „Kurs“ getestet.

Am 30. Juli soll „Progress M-15M“ dann definitiv ablegen und gezielt über dem Pazifik zum Absturz gebracht werden. Das unbemannte Raumschiff hatte am 22. April 2,4 Tonnen Nachschub zur Station gebracht.

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