Wasser auf dem Mars: Forscher entdecken den letzten See

Wasser auf dem Mars: Forscher entdecken den letzten See

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In der Meridiani Region, in der Nähe des Landesplatzes der Opportunity-Raumsonde, entdeckten die Forscher die 18-Quadratkilometer große Salzablagerung.

Foto: LASP/Brian Hynek

Wissenschaftler haben den Ort des letzten Sees auf dem Mars gefunden. Heute ist er ausgetrocknet, könnte aber Spuren längst erloschenen Lebens enthalten – und so die Frage klären, ob der rote Planet einst bewohnt war.

Seit Jahren suchen Wissenschaftler nach Beweisen, dass es einmal Leben auf dem Mars gab. Die wichtigste Spur dabei: Einstige Wasservorräte, dank derer Leben möglich gewesen sein könnte. Jetzt haben Wissenschaftler Hinweise auf einen See gefunden, der der jüngste noch existierende Wasserspeicher gewesen sein könnte.

In einer jüngst veröffentlichten Studie schreiben die Wissenschaftler um Brian Hynek von der Universität von Colorado Boulder, dass sie eine 18-Quadratmeter große Salzablagerung auf dem Mars untersucht haben. Diese riesigen Salzablagerungen gelten als Hinweise für verdunstetes Wasser. Die Entdeckung machten sie in der sogenannten Meridiani-Region. Die liegt in der Nähe des Landeplatzes der US-amerikanischen Raumsonde Opportunity.

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„Das war ein langlebiger See und wir konnten eine sehr gute zeitliche Grenze bezüglich seines maximalen Alters ziehen“, sagt der Marsforscher und Co-Autor der Studie Brian Hynek. Das Alter des vermeintlichen Sees: maximal 3,6 Milliarden Jahre. Damit hätte es auf dem Mars deutlich länger Wasser gegeben als bisher angenommen. Forscher waren nämlich davon ausgegangen, dass das letzte Wasser auf dem Mars bereits 200 Millionen Jahre vorher verschwand. Der Gedanke dahinter: Wenn es zu dieser Zeit Wasser gab, müsste dort eigentlich auch Leben möglich gewesen sein.

Mit diesem vielleicht zuletzt existierenden See auf dem Mars könnten die Wissenschaftler den vielversprechendsten Ort gefunden haben, um weitere Hinweise auf früheres Leben auf dem Mars zu erforschen. Noch gibt es zwar keine Pläne für eine weitere Erforschung der riesigen Mulde. Forscher Hynek hofft aber, dass auch die NASA sich zukünftig für das Gebiet interessiert und die Erkundung voranbringt.


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