Weltall: Was New Horizons als nächstes erforschen soll

Weltall: Was New Horizons als nächstes erforschen soll

Nach dem Vorbeiflug an Pluto soll die Nasa-Sonde New Horizons nun weiter in unbekannte Welten vordringen. Weltraumforscher versprechen sich davon revolutionäre Entdeckungen. Das nächste Ziel ist jetzt ausgewählt.

Nasas Raumsonde New Horizons hat nach dem historischen Vorbeiflug am Zwergplaneten Pluto im Juli ein neues Ziel: das Kometen-ähnliche Objekt 2014 MU69. Noch hat die US-Raumfahrtbehörde der erweiterten Mission nicht offiziell zugestimmt. Aber die Forscher haben ihr Ziel fest im Blick.

Das neue Objekt im Fokus von New Horizons liegt noch einmal etwa eine Milliarde Kilometer von Pluto entfernt. Das Himmelsobjekt könnte deutlich interessanter sein, als seine unscheinbare Nummernbezeichnung zunächst vermuten lässt. Eine Größe von 45 Kilometern wird vermutet. Die Forscher nehmen an, dass es ein zentraler Block ist, aus dem größere Welten wie etwa Pluto geformt wurden - was wiederum weitere Hinweise zur Entstehung der Erde liefern könnte.

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Der Weg der Raumsonde New Horizons zum Pluto

  • 19. Januar 2006

    New Horizons startet vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida.

  • 7. April 2006

    Die Sonde fliegt an der Umlaufbahn des Mars vorbei.

  • Juni 2006

    New Horizons entdeckt einen kleinen Asteroiden, der später „APL“ getauft wird.

  • 28. Februar 2007

    Die Sonde fliegt am Jupiter vorbei und nähert sich ihm auf rund 2,3 Millionen Kilometer.

  • 8. Juni 2008

    New Horizons fliegt durch die Umlaufbahn des Saturn.

  • 18. März 2011

    Die Sonde durchquert die Umlaufbahn des Uranus.

  • 25. August 2014

    New Horizons kreuzt die Umlaufbahn des Neptun.

  • Dezember 2014

    Die Nasa weckt die Sonde aus ihrem „Winterschlaf“ und bereitet sie auf das Treffen mit Pluto vor.

  • 14. Juli 2015

    Der große Tag: New Horizons soll in rund 12.000 Kilometer Entfernung an Pluto vorbeifliegen.

  • 2017 bis 2020

    Falls die Nasa zustimmt, könnte die Sonde nach ihrem Vorbeiflug am Pluto auch noch den Kuipergürtel mit seinen zigtausend Objekten erkunden. Nächstes Ziel - wahrscheinlich im Januar 2019: das Kometen-ähnliche Objekt 2014 MU69.

Was bei der Erforschung sowohl Plutos und seiner Monde als auch anderer Objekte des Gürtels herauskommt, kann entscheidend sein für die Vorstellung und weitere Erforschung unseres Sonnensystems. Denn es ist die Ersterkundung des sogenannten Kuipergürtels – einem Asteroidengürtel am äußersten Rand unseres Sonnensystems. Ein erster Blick in diese Ecke, die Forschern bislang nahezu unbekannt ist. „In diesem unerforschten Gebiet umkreisen eine Vielzahl von kleinen Eis- und Gesteinskörpern die Sonne“, sagt Tilman Spohn, Leiter des Instituts für Planetenforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Dieses und ähnliche Objekte am äußeren Rand unseres Sonnensystems können somit zeigen, wie unsere planetare Nachbarschaft bei ihrer Entstehung ausgesehen hat. „Es sind Bausteine, aus denen die Körper unseres Sonnensystems damals vor viereinhalb Milliarden Jahren gebaut worden sind“, erklärt Spohn.

Pluto als der größte bekannte Körper des Kuipergürtels erregte schon deshalb wissenschaftliches Interesse. Ähnlich den Asteroiden und Kometen sind die sogenannten „Eiszwerge“, wie Pluto einer ist, seit ihrer Entstehung wahrscheinlich kaum durch geologische Prozesse verändert worden. Dadurch kann Pluto den Forschern also viel über die früheste Zeit des Sonnensystems verraten.

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Die Raumsonde hat genug Energieressourcen an Bord, um unter Umständen sogar bis 2030 oder darüber hinaus Daten und Bilder aus dem Kuiper-Gürtel zu liefern - und das soll sie im Idealfall auch machen, sagen die Verantwortlichen bei der Nasa. "Wenn New Horizons weg von Pluto hinein in den Kuipergürtel fliegt und die Daten von aufregenden Entdeckungen dieser neuen Welt auf der Erde ankommen, blicken wir weiter auf die nächsten Ziele", wird John Grunsfeld zitiert, Astronaut und Chef der New-Horizons-Mission.

Ende Oktober und Anfang November soll es soweit sein. Dann sollen New Horizons' Motoren die Raumsonde auf den Kurs zu 2014 MU69 bringen. Die Ankunft wird dann - ähnlich wie bei Pluto - aber noch einige Jahre auf sich warten lassen. Angepeilt ist derzeit der 1. Januar 2019.

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