Weltraum: Außeneinsatz an ISS erfolgreich

Weltraum: Außeneinsatz an ISS erfolgreich

Bild vergrößern

An der Raumstation ISS wurden Mikroteilchen gefunden.

Ein Minisatellit hat einen Außeneinsatz an der Raumstation ISS erfolgreich zu Ende gebracht. Dabei wurden Mikroteilchen entdeckt, die auf Meeresplankton hindeuten. Die Einzelheiten.

Zwei russische Kosmonauten haben bei einem Außeneinsatz im Weltall erfolgreich einen Minisatelliten auf seine Umlaufbahn gebracht. Deutlich schneller als erwartet - in gut fünf Stunden - erledigten Oleg Artemjew und Alexander Skworzow am Montag mehrere wichtige Aufgaben an der Internationalen Raumstation ISS. Die Leitzentrale im russischen Koroljow berichtete unterdessen von einer Entdeckung bei Tests während des vergangenen Jahres: An der Außenwand sollen sich Spuren von Meeresplankton finden. Wie die Mikroteilchen dorthin gekommen sind, ist unklar.

Rund 400 Kilometer über der Erde setzten Artemjew und Skworzow den 1,5 Kilogramm leichten Nanosatelliten NS-1 aus. Der Flugkörper soll unter anderem auf Abruf gespeicherte Daten zur Erde übertragen, um die Verbindung zu testen.

Anzeige

Privater Raumfrachter Cygnus erfolgreich zur ISS gestartet

Mit 1500 Kilogramm Nachschub an Bord ist der private Frachter Cygnus zur ISS gestartet. Am Mittwoch wird der deutsche Astronaut Alexander Gerst beim Andocken helfen.

In Virginia wird Cygnos ins All geschossen. Quelle: REUTERS

Artemjew und Skworzow montierten zudem eine Box für Bioversuche an der Außenseite der ISS. Damit soll das Verhalten von Mikroorganismen im Weltall untersucht werden. Einen anderen Versuchsapparat bauten sie ab. Um mögliche Schäden festzustellen, fotografierten sie Teile der Raumstation. Mehr als eine Stunde früher als erwartet kehrten die Kosmonauten nach getaner Arbeit zurück an Bord der ISS.

Nach dem Einsatz berichtete der russische Einsatzleiter Wladimir Solowjew von den Hinweisen auf Meeresplankton. Die Spuren der Mikroteilchen seien bei Tests entdeckt worden, die sich über das vergangene Jahr erstreckt hätten. Auch bei diesem Einsatz nahmen Artemjew und Skworzow wieder Proben des Staubs, der sich auf den Bullaugen der ISS gesammelt hat.

Bislang sei nicht klar, wie die Mikroteilchen auf die Wand der ISS gelangt seien. „Ähnliche Teilchen wurden auf der Meeresoberfläche gefunden“, erklärte Solowjew. Auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in der kasachischen Steppe, wo Raumschiffe zur ISS starten, gebe es sie nicht.

Sternstunde Rekordflug ins All geglückt: In sechs Stunden zur ISS

Drei Astronauten starteten in der Nacht mit einem Expressflug zur Internationalen Raumstation ISS. Im Europäischen Astronautenzentrum Köln fieberten Kollegen und Freunde mit. Unser Autor war dabei.

Der russische Astronauten Fjodor Jurtschichin (hinten) und der ESA-Astronaut Luca Parmitano vor ihrem Abflug zur International Space Station (ISS). Quelle: AP

Material für weitere Untersuchungen gibt es offenbar genug: Die ISS sei stark verschmutzt, sagte Solowjew. Nun sollen vor allem die Fenster der Raumstation gereinigt werden.

Auf dem Außenposten der Menschheit im All arbeitet derzeit auch der deutsche Astronaut Alexander Gerst. An Bord sind außerdem noch zwei US-Amerikaner und ein weiterer Russe. Es war der vierte Außeneinsatz an der ISS in diesem Jahr. Bis zum Jahresende sind noch drei weitere Einsätze geplant, darunter einer von Gerst voraussichtlich im September.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%