Weltraum: Nasa zeigt Asteroiden Vesta in 3D-Video

Weltraum: Nasa zeigt Asteroiden Vesta in 3D-Video

, aktualisiert 02. Dezember 2011, 16:58 Uhr
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Der Asteroid Vesta, aufgenommen von der Nasa-Raumsonde Dawn. Zum ersten Mal hat die US-Weltraumbehörde Nasa im Internet ein 3D-Video des Asteroiden Vesta veröffentlicht.

Quelle:Handelsblatt Online

Er sieht aus wie ein Golfball im Weltall: Seit Monaten untersucht die Nasa den mit Kratern übersäten Asteroiden Vesta. Jetzt veröffentlicht sie ein 3D-Video - mit viel deutscher Hilfe.

Pasadena/BerlinEin Asteroid, fast zum Anfassen: Zum ersten Mal hat die US-Weltraumbehörde Nasa im Internet ein 3D-Video des Asteroiden Vesta veröffentlicht. Erstellt hat den rund 100 Sekunden langen Film ein Deutscher: der Planetenforscher Ralf Jaumann vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR), wie die Nasa am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

„Wer wissen will, wie es ist, eine neue Welt wie Vesta zu erforschen, der hat mit diesem Video die Chance, es selbst zu erfahren“, sagte Jaumann. Der Film zeigt den Gesteinsbrocken, der die Sonne in 380 Millionen Kilometer Entfernung im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter umkreist, in der Totalen und Nahaufnahmen seiner mit Kratern übersäten Oberfläche. Die Bilder stammen von der Sonde „Dawn“, bei der ebenfalls deutsche Technik an Bord ist: Die beiden Kameras entstanden maßgeblich am niedersächsischen Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau.

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In etwa 2700 Kilometern Höhe umkreist „Dawn“ den Asteroiden, der rund 530 Kilometer Durchmesser hat (Erde: 12.700 Kilometer) und etwas jünger als 4,4 Milliarden Jahre alt sein dürfte. Höhepunkt des Überflugs ist ein gewaltiger Berg am Südpol von Vesta, der mit etwa 25.000 Metern knapp dreimal so hoch wie der Mount Everest ist.

Die Mission startete im September 2007, knapp vier Jahre später erreichte „Dawn“ nach einer 2,7 Milliarden Kilometer langen Reise am 15. Juli 2011 Vesta. Derzeit schraubt sich „Dawn“ bis auf 210 Kilometer an Vestas Oberfläche heran. Nächsten Juli fliegt die Sonde dann weiter zum größten bekannten Asteroiden Ceres, wo sie 2015 ankommen soll.

Quelle:  Handelsblatt Online
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