Weltraumteleskop: Ein neues Bild vom Universum

ThemaRaumfahrt

Weltraumteleskop: Ein neues Bild vom Universum

Bis Anfang 2012 hat das Weltraumteleskop "Planck" den Himmel fünfmal komplett durchmustert und Temperaturschwankungen durch auffällige Fleckenmuster sichtbar gemacht. Das Ergebnis war beeindruckend.

Es ist die erste vollständige Himmelskarte in einer bisher einmaligen Qualität, die die Europäische Weltraumorganisation ESA am Donnerstag präsentiert hat. Auch deutsche Wissenschaftler sind im Auftrag des DLR-Raumfahrtmanagements an dem Projekt beteiligt. Das nach dem deutschen Physiker Max Planck benannte Weltraumteleskop startete am 14. Mai 2009, zusammen mit der Schwestersonde Herschel. Es ist Europas erste Mission zur Untersuchung der kosmischen Hintergrundstrahlung.

Und dabei wurde Erstaunliches entdeckt: "Die kosmische Hintergrundstrahlung ist rund 380.000 Jahre jünger als das Universum. Sie stellt also eine direkte Verbindung zur Geburtsstunde des Kosmos dar, das älteste Licht des Universums", erläutert Christian Gritzner, Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt. Direkt nach dem Urknall herrschten Temperaturen von mehreren Millionen Grad Celsius. Die Bausteine der heutigen Materie bildeten sich aus dieser "Ursuppe". Nach und nach sank die Temperatur immer weiter und kühlte schließlich auf die heutigen 2,7 Grad ab. Die ersten Galaxien mit Sternen und später auch die Planeten bildeten sich erst 400 Millionen Jahre nach dem Urknall.

Anzeige

"50 Jahre nach der Entdeckung der kosmischen Hintergrundstrahlung haben Forscher aus 40 europäischen und zehn amerikanischen Instituten, die Reststrahlung des Urknalls so exakt wie nie zuvor vermessen", berichtet Gritzner. Torsten Enßlin, Planck-Projektleiter beim Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA), ergänzt: "Uns interessieren besonders die winzigen Temperaturunterschiede in der Hintergrundstrahlung. Daran können wir erkennen, wie das Universum im Einzelnen entstanden ist und wie sich Energie und Dichte im Raum verteilt haben."

Die Daten zeigen unter anderen, dass die normale Materie, aus der Galaxien, Sterne und auch die Erde bestehen, nur mit knapp fünf Prozent zur Massen- und Energiedichte des Universums beitragen. Die sogenannte "Dunkle Materie" ist mit knapp 27 Prozent deutlich mehr vorhanden als angenommen, Diese macht sich lediglich über ihre Schwerkraftwirkung bemerkbar.

Doch die Wissenschaftler hatten neben Alter und Zusammensetzung des Universums auch Interesse an astronomischen Vordergrundquellen, die aufgrund der hohen Frequenzbreite der Planck-Instrumente gut vom Signal der Hintergrundstrahlung getrennt werden können, wie das Unternehmen in einer Presseerklärung schreibt.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%