Weltraumwetter: Im Weltall stürmt und regnet es

ThemaRaumfahrt

Weltraumwetter: Im Weltall stürmt und regnet es

von Meike Lorenzen

Wissenschaftlern ist es gelungen, eine Wetterkarte aus dem All zu erstellen. Dabei haben sie Sandstürme und Eisentropfen entdeckt. Warum die Betrachtung des Weltraumwetters wichtig ist.

Die Technik, mit der Forscher das Weltall untersuchen, wird immer besser. So lassen sich inzwischen viele wichtige Fakten über Planeten, Sterne und die Sonne zusammentragen. Ein Phänomen, das die Wissenschaft besonders beschäftigt, ist das Weltraumwetter. Erst vor kurzem hat ein Expertenteam aus Arizona mit Hilfe der Weltraumteleskope Spitzer (mit Infrarotstrahlung) und Hubble heftige Sandstürme und Eisregen auf einem sogenannten Braunen Zwerg entdeckt. Dabei handelt es sich um eine Klasse zwischen Stern und Planet. Die entdeckten Sturmsysteme können in etwa so groß sein, wie der gesamte Erdball.

Entstanden ist bei den Untersuchungen die bislang umfassendste Wetterkarte eines sternenähnlichen Objektes überhaupt. Dabei ergeben sich die Ergebnisse im Wesentlichen aufgrund des unterschiedlichen Grades an Helligkeit rund um den Braunen Zwerg. Die Wissenschaftler interpretierten die Helligkeitsvariationen als eine Art Fingerabdruck, der verrät, wie sich die Wettersysteme rund um den Himmelskörper anordnen.

Anzeige

Dabei wird deutlich, dass sich das Wetter auf einem Braunen Zwerg massiv von den bekannten Phänomenen auf der Erde unterscheidet. "Im Gegensatz zu den Wasserwolken der Erde oder den Ammoniakwolken des Jupiter, bestehen Wolken von Braunen Zwergen aus heißen Körnern aus Sand, flüssigen Tropfen aus Eisen und anderen exotischen Bestandteilen", erklärt Mark Marley vom Ames Research Center der NASA gegenüber der Fachpresse. "Diese gewaltigen atmosphärischen Störungen, die wir mit Spitzer und Hubble gefunden haben, geben dem Begriff 'extremes Wetter' eine ganz neue Bedeutung."

Neue Erkenntnisse aus dem All

Der untersuchte Braune Zwerg ist mit 10,6 Lichtjahren extrem weit von der Erde entfernt. Zum Vergleich: Mond und Erde trennen 1,3 Lichtsekunden. Warum also sind Stürme, die so weit von der Erde entfernt sind, wichtig zu erforschen? Zum einen ist es für die Wissenschaft interessant Dinge zu erfahren, die sich weit weg von unserem Sonnensystem abspielen. Bisher sind diese Bereiche des Alls kaum erforscht.

Ein zweiter Grund liegt in der Struktur Brauner Zwerge. Dabei handelt es sich um eine spezielle Klasse, die zwischen Sternen und Planeten eingeordnet wird. Ihre Masse liegt in etwa zwischen dem 13- und 75-fachen des Masse des Jupiter, der mir einem Äquatordurchmesser von rund 143.000 Kilometern der größte Planet des Sonnensystems ist. Anders als bei Planeten, ist die Schwerkraft Brauner Zwerge nicht so stark, dass sie im Inneren durch Kernfusionen Energie erzeugen könnten.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%