WHO-Studie: Jeder Deutsche trinkt zwölf Liter reinen Alkohol im Jahr

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WHO-Studie: Jeder Deutsche trinkt zwölf Liter reinen Alkohol im Jahr

Nirgends wird so viel Bier und Wein konsumiert wie in Europa - das zeigt eine aktuelle Studie der Weltgesundheitsorganisation. Warum die legale Droge so gefährlich ist - und was der Fiskus daran verdient.

Alkohol bleibt die gefährlichste Droge der Deutschen. Wie ein neuer Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt, konsumierte jeder Bundesbürger im Alter von mehr als 15 Jahren 2012 im Schnitt 11,8 Liter reinen Alkohol. Das entspricht gut 500 Flaschen Bier. Damit ist der Wert im Vergleich zum Zeitraum 2008 bis 2010 zwar in etwa konstant geblieben. Er ist im weltweiten Vergleich aber auch erschreckend hoch.

Im weltweiten Durchschnitt tranken die Menschen lediglich 6,2 Liter reinen Alkohol pro Jahr. Deutschland als Land der Biertrinker befindet sich in Europa jedoch in guter Gesellschaft. Die Werte der Wein-Länder Frankreich, Spanien und Italien sind nicht wirklich besser. Europa ist laut Studie insgesamt der Kontinent mit dem höchsten Alkoholkonsum.

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Der Deutsche trinkt mit 105,5 Litern pro Jahr durchschnittlich vor allem Bier (Quelle: Deutsche Hauptstelle für Suchtanfragen, 2013). Zudem werden 20,4 Liter Wein, 4,1 Liter Schaumwein und 5,4 Liter Spirituosen getrunken. Der Staat verdient gut an der Trinklaune seiner Bürger: Insgesamt gingen 2012 etwa 3.284.000.000 Euro an den Fiskus.

Die WHO warnte am Montag in Genf vor den Folgen exzessiven Alkoholkonsums. 2012 habe es weltweit 3,3 Millionen Alkoholtote gegeben. Bedenklich sei auch die Tatsache, dass weltweit jeder sechste Alkoholkonsument zum „Kampftrinken“ neige.

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Davon sind auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zehn und 20 Jahren betroffen: 26.673 junge Menschen wurden laut Statistischem Bundesamt aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs 2012 stationär in deutschen Krankenhäusern behandelt. Damit hat sich die Zahl in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt (2002: 12.807).

Dabei schlägt der Alkohol nicht nur auf den Körper, sondern auch auf die Seele. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurde eine psychische oder verhaltensbezogene Störung durch Alkohol 2012 als zweithäufigste Einzeldiagnose in deutschen Krankenhäusern diagnostiziert.

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