Zukunftsmärkte: EU fördert zwei Technik-Großprojekte

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Zukunftsmärkte: EU fördert zwei Technik-Großprojekte

Die Entscheidung in Brüssel ist gefallen: Zwei Großvorhaben wurden als "visionäre Forschungsinitiativen" der Europäischen Union ausgewählt.

Gewinner sind ein Projekt zur Simulation des menschlichen Gehirns, um so Wege zur Heilung von Erkrankungen wie Alzheimer finden zu können, und das Projekt Graphene. Dabei handelt es sich um ein neues Material, dem "revolutionäre" Eigenschaften beispielsweise beim Einsatz für flexible und transparente Elektronik zugeschrieben werden.

Bereits 2010 hat die Europäische Union ein Förderprogramm für "Future and Emerging Technologies" ausgeschrieben - das so genannte FET Flagship-Programm. Die nun ausgewählten groß angelegten Forschungsplattformen sollen jeweils mit bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr bei einer Laufzeit von zehn Jahren finanziert werden.

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Zukunftsmärkte Europa sucht die Supertechnik

Hochstabiles Glas, das selbst ein Elefant nicht kaputt bekommt: Nur ein Beispiel neuer Supertechnik einer milliardenschweren Initiative der EU. Damit will sich Europa gegen Asien und die USA in Stellung bringen.

Quelle: Roland Warzecha für WirtschaftsWoche

Damit will die EU dem starken Konkurrenz-Kampf aus China und den USA standhalten, denn das klar formulierte Ziel der Flagship-Projekte ist der wirtschaftliche Erfolg. Sechs Projekte wurden in der ersten Runde im Jahr 2011 ausgewählt und erhielten eine einjährige Förderung über 1,5 Millionen Euro. Damit mussten sie schon einmal ihr Können unter Beweis stellen, ein internationales Partnernetzwerk aufbauen und ihre Vorhaben in einem umfassenden Forschungsplan konkretisieren. Lediglich die beiden Gewinner-Projekte werden nun weiter gefördert.

Blue Brain Project

Was den Neurologen Henry Markram am menschlichen Gehirn am meisten fasziniert, ist dessen Genügsamkeit: „Würde man einen Computer mit der Rechenpower des Gehirns bauen, benötigte er für den Betrieb Tausende Gigawattstunden Strom pro Jahr“, berichtet der gebürtige Südafrikaner. „In unserem Kopf erledigt das eine drei Pfund schwere Masse, die mit 60 Watt pro Stunde auskommt.“ Das ist der Energiebedarf einer Glühbirne. Der elektronische Nachbau der menschlichen Schaltzentrale hätte den Stromverbrauch einer Großstadt.

Noch. Denn Markram, der an der Eidgenössisch Technischen Hochschule in Lausanne in der Schweiz forscht, verfolgt mit seinem Blue Brain Project gleich zwei Ziele – die wissenschaftliche Sensationen wären, wenn sie gelingen: Er will unser Hirn am Rechner eins zu eins simulieren und den Energieappetit der digitalen Kopie zugleich mächtig zügeln..

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