360-Grad-Kameras: Was Sie über die Technik wissen sollten

360-Grad-Kameras: Was Sie über die Technik wissen sollten

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Angela Merkel will gerade mit Journalisten sprechen, als ihr die 360-Grad-Kamera auffällt.

von Nico Hornig

Angela Merkel zeigte sich beim CDU-Parteitag in Essen beeindruckt von einer 360-Grad-Kamera und fragte, was für ein Apparat das denn sei. Die Antwort auf die Frage der Kanzlerin und was Sie sonst noch darüber wissen sollten.

Was ist denn das für ein Apparat?

Wie der Bundeskanzlerin auch schon der Kameramann erklärt, handelt es sich bei dem Gerät, das für so viel Begeisterung sorgt, um eine 360-Grad-Kamera. Leider ist weder aus der Antwort noch aus dem Video ersichtlich mit welchem Gerät und welcher Technik die CDU arbeitet.

Wie entstehen 360-Grad-Videos?

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, die sich vor allem in der Anzahl ihrer Objektive unterscheiden. Bei der Variante mit einem Objektiv "schaut" die Linse gewissermaßen nach oben. Dort befindet sich ein Spiegel, der die Lichtstrahlen in die Linse lenkt. Neben dem Objektiv befindet sich ein weiter Spiegel der das Licht, und damit das Bild, in Richtung des ersten Spiegels leitet. Dadurch kann die Kamera ein Panorama-Bild von ihrer Umgebung erzeugen, obwohl sie nach oben "guckt"

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Eine andere Möglichkeit besteht in Kameras mit zwei Linsen. Dabei sind zwei sogenannte Fisheye-Objektive im Einsatz. Diese Weitwinkelobjektive könne jeweils einen Sichtbereich von 180 Grad abdecken. Zusammen ergeben die Bilder dann eine Rundumsicht. Außerdem gibt es Kameras, die noch mehr Objektive haben, die dann jeweils einen kleineren Sichtbereich abdecken.

Virtual-Reality-Brillen

  • Taucherbrille fürs Virtuelle

    Ob Oculus Rift, Playstation VR oder HTC Vive: Alle Virtual-Reality-Brillen funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Im Sichtfeld zeigt ein Bildschirm die virtuelle Umgebung an, Linsen sollen für einen Rundum-Effekt sorgen. Das Bild wird bei jeder Bewegung des Kopfes angepasst – Sensoren messen jede Veränderung, der Computer errechnet blitzschnell das neue Bild.

  • Oculus Rift von Oculus VR

    Gründer Palmer Luckey baute eine erste Datenbrille aus Smartphone-Komponenten zusammen. Inzwischen hat die Facebook-Tochter die Technik so verfeinert, dass 2016 eine erste Verbraucherversion von Oculus Rift fertig wird. Oculus hat den Preis für die lange erwartete 3D-Brille mit 699 Euro in Europa höher als von Experten erwartet angesetzt.

  • Gear VR von Samsung

    Samsung bietet die Datenbrille Gear VR bereits jetzt als Zubehör fürs Smartphone an – es wird in die Halterung geschoben und dient als Display, die zwei Linsen in der Brille sorgen für die 3D-Optik. Damit ist das System nicht so leistungsfähig wie Konkurrenzprodukte, aber mobil. Die Technik stammt übrigens von Oculus VR.

  • Vive von HTC und Valve

    Der Elektronikhersteller HTC entwickelt seine Virtual-Reality-Brille Vive gemeinsam mit dem Spielespezialisten Valve. Um die Position des Spielers möglichst genau zu ermitteln, werden im Raum zwei Lasersensoren montiert, die mit den Sensoren am Gerät permanent in Kontakt sind. Eine Besonderheit: Nutzer können sich damit im Raum bewegen. Einführung: Ende 2015.

  • Cardboard von Google

    Die virtuelle Realität muss nicht teuer sein: Mit Cardboard hat Google eine zusammenfaltbare Pappkonstruktion entwickelt, in die Nutzer ihr Smartphone schieben können. Eine App bereitet die Bilder passend auf. Technisch sind die anderen Systeme überlegen, Cardboard lässt aber erahnen, welche Möglichkeiten es gibt.

Was sind Vor- und Nachteile der verschiedenen Techniken?

Aus technischen Gründen können Kameras mit nur einem Objektiv keine Bilder und Videos mit perfekter Rundumsicht erzeugen. Sie sparen den Bereich ober- und unterhalb der Kameras aus. Dafür müssen bei dieser Technik nicht mehrere Bilder zu einem zusammengesetzt werden. Bei Kameras mit mehreren Linsen ist genau das nötig. Je nach Auflösung und Anzahl der Videos, kann das Zusammensetzen relativ viel Rechenleistung benötigen. Außerdem können beim Zusammensetzen unschöne Übergänge entstehen.

Welche Technik benötige ich sonst noch?

Viele 360-Kameras werden mit einer App für Smartphones ausgeliefert. Damit kann man sich das Bild, das die Kamera gerade aufnimmt anschauen. Mit einer Virtual Reality Brille lassen sich die Videos ebenfalls anschauen.

Wie teuer ist so eine Kamera?

Wie so oft, hängt auch das davon ab, welcher Ansprüchen das Gerät genügen soll. Für ein schickes Video von ihrer Urlaubsreise, mit dem Sie Ihre Freunde bei Facebook beeindrucken können, müssen Sie weniger Geld in Hand nehmen, als die PR-Agentur, die Videos für Unternehmen produziert. Günstige Einstiegsmodelle fangen schon bei 190 Euro an. Teure Modelle können auch über 2000 Euro kosten.

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