Abenteuer und Technik: Die Nachfolger des Mountainbikes

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Abenteuer und Technik: Die Nachfolger des Mountainbikes

Mountainbikes, Crossräder, Trekkingbikes oder Fatbikes, die Auswahl an sportlichen Zweirädern ist riesig groß geworden. Die Nachfolger von Mountain- und Trekkingbike glänzen mit Hightech und bieten jede Menge Fahrspaß. Hinter den spannendsten Konzepten stecken oft Unternehmen aus Deutschland.

Daniel Rother ist kein Typ, der zu Spontankäufen neigt. Er wollte eigentlich ein City-Trekkingbike kaufen, also eines dieser praktischen Zweiräder, die einen morgens bequem zur Arbeit bringen und dank 28-Zoll-Reifen, 8-Gang-Nabenschaltung und stabilem Gepäckträger auch mal eine längere Radtour am Wochenende mitmachen. Geplantes Budget: 700 Euro. Doch im Fahrradladen hat sich Rother (Name von der Redaktion geändert) dann in ein anderes Rad verguckt. Ein mattschwarzes Crossrad der Marke Bergamont. Ohne Schutzblech und Gepäckträger, dafür mit Scheibenbremsen, 30-Gang-Kettenschaltung und extraleichtem Alu-Rahmen. 999 Euro hat Rother dafür hingeblättert.

Vintage-Radrennen Eine Zeitreise auf Rädern

Bei Vintage-Radrennen wie der L'Eroica Britannia treffen sich die Liebhaber alter Räder zu gemeinsamen Touren. Sie feiern in Wolljerseys und Kniestrümpfen die Liebe zu alten Zeiten - Schnelligkeit wird zur Nebensache.

Quelle: REUTERS

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Der Spontankauf von Rother ist nicht ganz untypisch für die Lage auf dem Zweiradmarkt. In den letzten Jahren tauchen viele spannende Fahrradmodelle und überraschende Konzepte auf, die mit hoher Fertigungsqualität und gleichzeitig innovativer Technik locken. Vor allem bei den Bikes für Sport-Fans hat sich einiges getan. Wer zum letzten Mal vor zehn Jahren einen Fahrradladen betreten hat, wird angesichts der Vielfalt der Modelle, seinen Augen nicht trauen. Und damit sind keineswegs nur die E-Bikes gemeint, die in Deutschland mittlerweile zum Straßenbild gehören.

Schnell auf der Straße und stabil im Gelände

Auch Rothers neues Crossrad ist ein Beispiel für innovative Technik. Dabei handelt es sich prinzipiell um ein Rennrad, das mit etwas breiteren Reifen und tiefem Profil auch fürs Gelände geeignet ist. Viele Hersteller bezeichnen auch die Kreuzung aus Mountain- und Trekkingbike als Crossrad. Derartige Modelle sind so robust und geländegängig wie ein klassisches Mountainbike, aber mit größeren Kettenblättern und 28-Zoll-Reifen ebenso für die schnelle Fahrt über die Landstraße geeignet. Selbstverständlich gibt es diesen Rad-Typ auch als E-Bike.

Das Trekkingbike ist nach wie vor der meistverkaufte Typ in Deutschland, jedes dritte Rad stammt aus dieser Kategorie. Allerdings haben sich die Modelle inzwischen so ausdifferenziert, dass man beim Kauf schon genau hinschauen muss, wie der jeweilige Hersteller den Begriff "Trekking" interpretiert. Da gibt es zum einen das rustikale Zweirad für die Stadt, bei dem außer dem Reifenprofil eigentlich nichts an große Abenteuer erinnert. Daneben gibt es das Trekking-Rad, das mit Scheibenbremsen, 27-Gang-Kettenschaltung und stabilem Gepäckträger schon eher für längere Fahrten taugt. Wer mit so einem Rad wirklich auf Reisen gehen will, sollte darauf achten, ob der Hersteller am Rahmen Gewindeösen für einen Gepäckträger (Lowrider) angebracht hat und ob der Ständer am Hinterbau montiert ist. Der kann nämlich auch ein schwer beladenes Rad abstützen. Räder für längere Reisen oder gar Expeditionen haben in der Regel auch einen längeren Radstand, der ruhigen Geradeauslauf gewährleistet.

Freeride und Downhill

Eine Variante für den Bergsport auf zwei Rädern sind die Modelle aus der Kategorie Freeride oder Downhill. Auch sie sind Weiterentwicklungen des Mountainbike. Bei Naturschützern wenig beliebt, brettert man in halsbrecherischem Stil den Berg hinunter. Für die Abfahrt über Stock und Stein benötigt man weder besonders viele Gänge noch einen großen Übersetzungsbereich, dafür zupackende Bremsen, wendiges Fahrverhalten und eine langhubige Federung. Dementsprechend zeichnen sich diese Bikes durch einen besonders stabilen Rahmen, Scheibenbremsen, reduzierte Schaltung und Gabeln mit einem Federweg bis zu 200 Millimeter aus. Bei manchen Modellen kann der Fahrer die Federung so einstellen, dass sie bergauf abgesenkt wird und dann bei der Downhill-Fahrt wieder stärker ausschwingen kann.

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