Angriff auf GoPro: Der Siegeszug der Action-Kameras

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Angriff auf GoPro: Der Siegeszug der Action-Kameras

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Branchenprimus GoPro bekommt Konkurrenz.

von Thomas Kuhn

Action-Kamera-Primus GoPro bekommt Konkurrenz: Die Navi-Riesen TomTom und Garmin wollen Hobbyregisseuren zu spannenden Videos verhelfen.

Sie sind die Dokumentare von Abenteuerlust und Wahnsinn. Ob Turboaufstieg durch die Eiger-Nordwand, Fallschirmsprung in die mexikanische Schwalbenhöhle oder Mountainbike-Abfahrt vom Vulkan Cerro Negro in Nicaragua: Es gibt kaum eine Mutprobe, die Adrenalin-Junkies nicht schon per Action-Kamera gefilmt und auf YouTube veröffentlicht hätten.

Für Millionen Videofilmer ist Googles Portal längst der globale Sender fürs selbst gemachte Fernsehen. Und die Minikameras vom Schlage GoPro sind ihre universellen Rekorder: Surfer schrauben sie an ihre Bretter, Skifahrer an ihre Stöcke. Biologen verfolgen Adler, denen sie die Kameras auf den Körper schnallen.

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Die Faszination der grandiosen Bilder treibt den Absatz der Action-Kameras in immer neue Höhen. 2014 verkauften die Hersteller laut Marktforscher GfK weltweit fünfeinhalb Millionen Geräte, 40 Prozent mehr als 2013. Allein Marktführer GoPro setzte 2014 fast 1,4 Milliarden Dollar um. Bis 2019 wächst die Branche jährlich um 22 bis 25 Prozent, so die Analysten von Markets and Research.

Dieser Boom lockt auch ganz neue Anbieter, etwa die für ihre Navigationssysteme bekannten Hersteller TomTom und Garmin. Sie nutzen ihr Sensor-Know-how, um ein Problem zu lösen, das viele Neueinsteiger frustriert: Denn aus Gigabytes an Bildern packende Videos zu komponieren überfordert viele. Am Ende bleiben die Drehs ungeschnitten, andere kommen über die Qualität langatmiger Dia-Schauen nicht hinaus.

TomTom aus den Niederlanden will das nun ab Juni mit seiner ersten Action-Cam namens Bandit ändern. Die identifiziert nicht nur die actionreichsten Szenen, sondern mixt daraus auch automatisch Filme.

Drohne GoPro entwickelt eigenes Fluggerät

Der Action-Kamera-Spezialist GoPro will seine Produktpalette mit einer Drohne ergänzen. Sie soll im ersten Halbjahr 2016 auf den Markt kommen.

Solo Drohne Quelle: Presse

Den lästigen Schnitt erledigt die Kamera

Möglich macht das eine ganze Armada integrierter Sensoren – vom GPS-Empfänger über Rotationsmesser bis zum Beschleunigungsfühler. Die zeichnen, parallel zum Video, auf, wo genau der Filmer mit dem Jeep die Wüste quert oder wie steil er auf dem Rad bergab rast. Wer will, kann zudem via Bluetooth-Funk einen externen Pulssensor mit der Kamera koppeln. Wann immer der Herzschlag nach oben schießt, wann immer die Sensoren Tempo und Dynamik signalisieren, so die Logik der Programmierer, liefert auch das Video zeigenswerte Action.

Um die Szenen zum Film zu montieren, reicht es, das per WLAN-Funk mit der Kamera gekoppelte Smartphone zu schütteln. Dann läuft der Schnittroboter an und liefert in wenigen Sekunden einen Entwurf des Videos. Wem die Szenenfolge nicht gefällt, löscht einzelne Sequenzen und sortiert andere um. Dann genügt ein Tipper auf den Veröffentlichen-Button in der App, und die Galerie bei YouTube ist um ein Event reicher.

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Schon etwas länger als TomTom bietet Garmin Action-Cams an. Der US-Navi-Spezialist bringt in diesen Tagen mit den Modellen Virb X und XE bereits die zweite Generation von Abenteuer-Kameras auf den Markt, in denen jede Menge zusätzlicher Sensorik steckt. Zwar fehlt den Virbs der integrierte Robo-Regisseur. Dafür ermöglicht es die mitgelieferte Schnittsoftware, die dynamischsten Szenen anhand der protokollierten Bewegungsdaten zu identifizieren. Tempo, Gefälle oder Puls lassen sich zudem direkt ins Video einblenden.

Auf dass die Action im Film dann noch beeindruckender wirke – irgendwo zwischen Abenteuer und Wahnsinn.

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