Apple: Das iPad Pro ist ein trojanisches Pferd

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Apple: Das iPad Pro ist ein trojanisches Pferd

von Thomas Stölzel

Apples neues iPad Pro ist nicht nur ein iPad Air mit einem größeren Display, etwas mehr Leistung und einem Stylus. Es ist vor allem ein trojanisches Pferd, mit dem sich Apple in viele Unternehmen einschleichen will.

Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, tut sich der Computerbauer aus Cupertino schwer, seine Macintosh-Rechner in den Computernetzwerken großer Firmen unterzubringen. Viele IT-Chefs sträuben sich gegen die Apple-Technik, setzen traditionell auf die Systeme von Microsoft. Grund ist unter anderem, dass spezielle IT-Mitarbeiter für die Apple-Rechner notwendig sind, die IT-Manager sortenreine Netzwerke bevorzugen und reine Apple-Netzwerke teuer sind. Selbst wenn es bei vielen Produktiv-Softwareherstellern wie Adobe kaum noch eine Rolle spielt, ob kooperierende Mitarbeiter auf Macs und PCs gleichzeitig arbeiten.

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Die wichtigsten Infos zum Apple-Event am 9. September

  • Worum geht’s?

    Am 9. September 2015 hält Apple eine große Keynote im Bill Graham Civic Auditorium in San Francisco ab.

  • Was ist zu erwarten?

    Beobachter rechnen mit der Vorstellung des iPhone 6s, neuen Versionen des Tablets iPad, einem Update für Apple TV sowie Neuerungen bei der Uhr Apple Watch. Auch die Betriebssysteme iOS 9 und OS X 10.11 El Capitan dürften auf der Veranstaltung in den Fokus rücken.

  • Wann startet die Veranstaltung?

    Los geht’s am 9. September um 10 Uhr morgens nach amerikanischer Pacific Daylight Time - also um 19 Uhr in Deutschland.

  • Wo kann man es sehen?

    Unter http://www.apple.com/apple-events/september-2015/ wird Apple um 19 Uhr MEZ einen Livestream freischalten. Der Zugriff klappt allerdings nicht von jedem Gerät. Laut Apple ist der Browser Safari bei iOS 7.0 oder höher, ein Mac ab OS X v10.8.5 mit Safari 6.0.5 oder höher oder ein PC mit Windows 10 und dem Browser Edge erforderlich.

Im Gegensatz zu Apples Macintosh-Betriebssystem OSX ist Apples mobiles Betriebssystem iOS aber aus kaum einem Konzern mehr wegzudenken. Viele IT-Chefs mussten sich schon Ende des vergangenen Jahrzehnts dem Druck ihrer Vorstände beugen, die auch im Job ein iPhone nutzen wollten. Inzwischen rüsten viele Unternehmen Mitarbeiter standardmäßig mit den Smartphones von Apple aus. 

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Indem Apple sein iOS zum nahezu vollwertigen Betriebssystem für Produktivsoftware macht und das iPad mit einem größeren Bildschirm sowie einer Tastatur ausstattet, versucht sich der Riese jetzt einfach an den IT-Abteilungen vorbei in die Firmennetze zu mogeln. Besonders dort, wo es viele reisende Mitarbeiter gibt - wie Unternehmensberatungen und Wirtschaftsprüfer. Diese Strategie erklärt dann auch den sensationellen Fakt, dass bei der Vorstellung des iPad Pro am Mittwoch in San Francisco, Mitarbeiter vom einstigen Erzfeind Microsoft auf der Bühne auftauchten, um ihr Office Paket für iOS vorzustellen. Microsoft Office ist immerhin die wichtigste und verbreitetste Produktivsoftware der Welt.

Gelingt Apple der Coups, dürfte das den Umsätzen von klassischen Firmenlaptop-Herstellern wie Lenovo und Dell weiter zusetzen. Und vielleicht öffnet der eine oder andere IT-Chef dann doch sein Unternehmen auch für Apples große OSX-Rechner - das dürfte zumindest die stille Hoffnung Einiger auf dem Apple Campus in Kalifornien sein.

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