Apple: Neues iPhone lässt sich per Fingerabdruck sichern

Apple: Neues iPhone lässt sich per Fingerabdruck sichern

von Meike Lorenzen

Apple erzielt im Smartphone-Markt mit seinem iPhone Milliardengewinne, fällt aber bei den Marktanteilen zurück. Chef Tim Cook steht unter Zugzwang. Mit welchen neuen Technologien Apple punkten will.

Wieder einmal waren alle Augen auf Cupertino bei San Francisco gerichtet. Apple hatte zur Produktpräsentation geladen. 20 Millionen Menschen aus aller Welt hatten sich für Tickets beworben. Der Live-Stream von der Veranstaltung wurde in über hundert Länder übertragen. Die anhaltende Begeisterung für den iPhone-Hersteller erstaunt. Denn was am Dienstag vorgestellt wurde, war schon lange keine Überraschung mehr: Ein Billig-Smartphone und ein neues iPhone.

Es sollte eines der unspektakulärsten Events werden, das die Amerikaner je auf die Beine gestellt haben. Ein Gerücht nach dem anderen wurde an diesem Abend bestätigt. Die Börsianer zeigten sich entsprechend unbeeindruckt: Die Apple-Aktie verlor nach einem kleinen Sprung zeitweise gut zwei Prozent auf rund 495 Dollar.

Anzeige

Zunächst war da das iPhone 5C. So nennt Apple sein erstes Billig-Smartphone. „Ein paar von euch dürften damit gerechnet haben“, sagte Apple-Chef Tim Cook ironisch. Wochenlang waren schon die Fotos von bunten Plastik-Smartphones durch das Netz gegeistert.

Tatsächlich wird es in bonbonfarbenem grün, gelb, blau, rosa – und auch in weiß erhältlich sein. Das Gehäuse ist mit Polycarbonat überzogen. Vorder- und Seitenteile sind wie von Apple gewohnt aus einem Stück. Bedient wird es ebenfalls über die Multi-Touch-Oberfläche. Das neue Betriebssystem iOS 7, das der Konzern bereits bei der Entwicklerkonferenz im Juni vorgestellt hatte, wird vorinstalliert sein.

Der Bildschirm ist mit vier Zoll genauso groß wie das iPhone 5. Außerdem verfügt das Gerät ebenfalls über den Apple-A6-Chip, eine Kombination aus ARM-Prozessor und Grafikprozessor. Zudem wird das iPhone 5C mit einer 8-Megapixel-Kamera ausgestattet. Der Akku soll laut Apple länger halten als beim iPhone 5 und auch der Turbo-Internetzugang LTE wird unterstützt.

Ab dem 13. September kann das iPhone 5C vorbestellt werden. Die günstigste Variante soll bei Vertragsabschluss für 16 GB immernoch 99 US-Dollar kosten. Für 32 GB verlangt Apple 199 Dollar. Für eine bunte Schutzhülle werden 29 Dollar extra berechnet. Ab 20. September wird Apple die neuen Geräte dann neben den USA und Deutschland auch in Kanada, China, Frankreich, Japan und Singapur ausliefern.

Es ist das erste Mal, dass Apple China bei einer ersten Auslieferungsrunde berücksichtig. Das zeigt, für wen das iPhone 5C gemacht ist. Das Billig-Smartphone soll vor allem die Schwellenländer erreichen. Während in den Industrienationen der Smartphone-Markt dicht ist, lässt sich dort das Wachstum noch steigern. So glaubt Morgan-Stanley-Analystin Katy Huberty, dass das iPhone 5C sich auf den ersten Platz im wichtigen Riesen-Markt China katapultieren könnte. Auch die US-Investmentbank RBC bescheinigt Apple in einer aktuellen Studie ein enormes Absatzpotenzial mit den neuen Geräten. Die Experten erwarten, dass bis 2014 rund 60 Millionen Billig-iPhones über die Theke gehen.

Ob es wirklich so kommt, bleibt abzuwarten. Die Konkurrenz ist groß. Andere Konzerne wie Samsung, LG, Nokia und Co. wildern in den Schwellenländern schon länger mit preiswerteren Geräten. Apple fängt gerade erst an.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%