kolumneApple: Nicht das beste Image

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Apple Inc. logo

Kolumne

Mit Produkten wie dem iPad oder dem iPhone treibt Apple die Konkurrenz noch immer vor sich her. Dabei gibt es durchaus Konkurrenten, die der Kultmarke aus Sicht der Verbraucher das Wasser reichen können, schreibt Holger Geißler von YouGovPsychonomics.

Welche Bedeutung mittlerweile die IT- und Kommunikationsbranche in Deutschland hat, zeigt nicht zuletzt die vor wenigen Tagen von Angela Merkel eröffnete Informationstechnikmesse Cebit. Neben dem Thema Cloud Computing stehen vor allem Tablet-Computer im Zentrum des Interesses: Zahlreiche Hersteller buhlen mit neuen Geräten um die Aufmerksamkeit der Besucher.

Doch ausgerechnet der in diesem Segment erfolgreichste Anbieter ist mit seinem Produkt gar nicht auf der Messe vertreten: Apple. Apple-Chef Steve Jobs stellte das neue iPad 2 lieber exklusiv in Kalifornien vor – wie immer perfekt inszeniert vor den Augen der Weltöffentlichkeit.

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Andere Hersteller wie Acer, HTC oder Motorola tun sich sichtlich schwer, der Apfelmarke Paroli zu bieten. Dabei stehen die Chancen für Konkurrenten gar nicht schlecht: Wie eine aktuelle Branchenanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex zeigt, sind einige Marken bei den Verbrauchern sogar beliebter als Apple.

So erreicht Apple zwar unter allen untersuchten Marken im Bereich Consumer Electronic die größte Aufmerksamkeit, jedoch längst nicht das beste Image. Auch wenn das Image mit derzeit 64 BrandIndex-Punkten recht gut ist: Wettbewerber wie Samsung sind bei den Verbrauchern insgesamt betrachtet besser positioniert. Samsung erreicht aktuell rund 84 BrandIndex-Punkte. Nur wenige Punkte schwächer als Apple schneiden Acer oder auch LG ab. Deutlich schwächer sind hingegen Marken wie Asus oder Medion.

Android ist beliebt

Vor allem im Hinblick auf das durch die Verbraucher bewertete Preis-Leistungs-Verhältnis  schneidet Apple schlechter ab als viele Konkurrenten. Auch wenn Apple in bestimmten Bevölkerungsgruppen - wie etwa besserverdienenden Verbrauchern – stärker positioniert ist, führt der Hype um die Marke und iPhone & Co. bei den Konsumenten nicht zwangsläufig zu einer guten Beurteilung.

Angreifbar macht Apple auch die Diskussionen rund um das Thema Datenschutz, das den Deutschen ganz besonders wichtig ist. So sind in den vergangenen zwölf Monaten zeitweise deutliche Verluste für die Marke zu erkennen. Im vergangenen Jahr sah sich Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im Zusammenhang mit der Speicherung von Aufenthaltsorten sogar zu einer Stellungnahme gezwungen.

Ein weiterer Punkt dürfte die Apple-Konkurrenten freuen: Das Google-Betriebssystem Android, das auf zahlreichen Tablet-Computern installiert ist, erreicht in der Gruppe der unter 30-Jährigen mittlerweile ein besseres Image als das Apple iPad oder das Apple iPhone. Dies ist besonders interessant, da gerade die installierte Software und das Angebot an Apps eine wesentliche Rolle spielen.

Zur Untersuchung: Der BrandIndex ist ein Markenmonitor. Auf der Basis einer täglichen Befragung von 1000 Personen ermöglicht dieses forschungsbasierte Tool zur Markenführung tagesaktuelle Imageanalysen von über 500 Marken aus 20 Branchen.

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