Apple: Tim Cook serviert Hausmannskost statt Magie

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KommentarApple: Tim Cook serviert Hausmannskost statt Magie

von Matthias Hohensee

Apple setzt beim iPad und iPhone auf eine Nummer kleiner. Den Umsatz wird es nicht vergrößern. Zumal die Kunden nicht mehr für alles zahlen.

Schon die Auswahl des Veranstaltungsorts deutete an, dass Apple keine außergewöhnlichen, neuen Produkte präsentieren würde. Apple-Chef Tim Cook hatte für Montagabend deutscher Zeit in die Aula am Hauptquartier in Cupertino eingeladen. Hier hatte zwar schon Steve Jobs bahnbrechende Neuerungen wie den iPod präsentiert. Doch mit wachsendem Erfolg und damit steigender Aufmerksamkeit hatte man auf größere Hallen in San Francisco und dem Silicon Valley ausweichen müssen.

Tatsächlich präsentierte Cook Hausmannskost. Kein Ausflug in die schöne neue Welt der virtuellen oder erweiterten Realität wie sie Facebook, Sony, Microsoft oder Samsung gerade unternehmen. Nicht einmal eine neue Apple Watch mit erweiterten Funktionen wie dem Messen des Blutdrucks.

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Dafür alles eine Nummer kleiner – die handliche Version des 12.9 Zoll iPad Pro Tablets vom Herbst vergangenen Jahres. Sowie das iPhone SE, ein neues Einsteigermodell mit der jahrelang gewohnten Größe von 4 Zoll, auf die Cook lange als optimales Format beharrt hatte. „Viele, viele Kunden haben danach gefragt“, bekräftigte der Apple-Chef. Wirklich neu ist es allerdings nicht, sondern nur eine aufgerüstete Version des ehemaligen iPhone 5s.

Mit 178 Milliarden Dollar könnte Apple...

Die einst so berühmte Apple Magie? Fehlanzeige. Andererseits ist es Cook mit seiner gemächlichen Update-Politik in den vergangenen Jahren gelungen, stetig den Umsatz auszubauen. Im vergangenen Quartal erreichte er mit fast 76 Milliarden Dollar einen neuen Spitzenwert. Doch der Absatz des iPhones, das rund siebzig Prozent des Konzernumsatzes ausmacht, stagniert. Viele Analysten bezweifeln, dass der Apple-Chef in diesem Jahr nennenswert draufsatteln kann.

Auch Apple-Kunden schlucken nicht mehr alles

Zwar kann der kalifornische Konzern zum Neid von Wettbewerbern wie Samsung immer noch Premiumpreise verlangen. Allerdings nicht mehr allzu gepfeffert wie früher. Dass die Apple Watch, die erste neue Produktkategorie nach dem Ableben von Steve Jobs, nun bei 299 Dollar beginnt und damit 50 Dollar weniger als bei Einführung vor einem Jahr ist den Realitäten des Marktes geschuldet. US-Händler bieten sie schon seit Längerem regelmäßig mit bis zu 100 Dollar Rabatt an.



Die Kunden schlucken eben nicht mehr nur alles, nur weil Apple draufsteht. Beim neuen Einstiegsmodell iPhone SE scheint man das beherzigt zu haben. Es ist das erste iPhone, das zum Start für 399 Dollar offeriert wird. In Deutschland für 489 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Im Gegensatz zu früheren Einstiegsmodellen wie dem iPhone 5C, das für sein billig wirkendes Plastikgehäuse kritisiert wurde, hat Apple gelernt, dass auch Käufer mit kleinerem Geldbeutel anspruchsvolles Design erwarten.

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