Apple: Was uns das Braun-Design über die iWatch verrät

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Apple: Was uns das Braun-Design über die iWatch verrät

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Liefert Braun mit dieser Uhr ein mögliches Vorbild für Apples iWatch?

von Andreas Menn

Kaum etwas ähnelt Apple-Geräten so sehr wie die Produkte der deutschen Marke Braun. Ein Blick auf dessen Uhren geben womöglich einen Ausblick auf die Computeruhr aus Cupertino.

Die Beobachter sind sich fast schon einig: Wenn Apple-Chef Tim Cook am Dienstag in Cupertino neue Produkte vorstellt, wird auch eine neuartige Computeruhr dabei sein. Längst spekulieren Fans im Netz, wie sie aussehen soll, die iWatch. Fantasievolle Konzeptbilder geistern durchs Internet, von schmalen Armbändern mit eingebautem Display bis hin zu handbreiten biegsamen Bildschirmen, die sich an den Arm klemmen lassen. Vielleicht sollten Apple-Fans aber auch einmal einen Blick auf eine bestimmte Uhrenmarke werfen, die schon am Markt ist: Braun.

Denn auch als sich 2006 die Gerüchte um das erste iPhone verdichteten, geisterten jede Menge Entwürfe durchs Internet, die Apple-Fans gestaltet hatten. Aber keines der Bilder kam dem Design des iPhones auch nur nahe. Dabei hätte es geholfen, einfach mal in der Schublade zu graben und den alten Taschenrechner auszupacken. Denn der Rechner ET44 des Elektronikherstellers Braun ist in der Form dem Apple-Telefon ziemlich ähnlich. Öffnet man die Rechner-App, gleichen sogar die meisten der virtuellen Tasten denen des echten Braun-Geräts.

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Das iPhone ist nur eines von vielen Apple-Geräten, die eine frappierende Ähnlichkeit mit den Design-Klassikern des deutschen Elektronikherstellers aus Kronberg im Taunus haben. Klare Parallelen gibt es auch zwischen Apples iPod und Brauns T3-Taschenradio, dem Powermac G5 und Brauns Radio T1000 oder dem iMac und Brauns Lautsprecher LE1.

Die Ähnlichkeiten haben ihren Grund: Apple-Chefdesigner Jony Ive ist erklärter Fan des deutschen Designers Dieter Rams. Rams hat von 1961 bis in die achtziger Jahre die Geräte bei Braun gestaltet. Heute gilt er als einer der wichtigsten Industriedesigner des zwanzigsten Jahrhunderts. Wie nur wenige Produktgestalter achtete er auf klare Formen, eine langlebige Konstruktion und vor allem auf einfache Bedienbarkeit. „Gutes Design ist so wenig Design wie möglich“, besagt eine seiner legendären zehn Thesen für gutes Design.

Einfach, klar und schön

Als Rams 2011 ein Buch über seine Philosophie veröffentlichte, schrieb Ive das Vorwort. „Rams‘ Genie liegt darin, die eigentliche Essenz, das Wesen eines Gegenstands zu verstehen und in eine Form zu bringen“, schwärmt der Apple-Designer. Kein Detail an Brauns Schöpfungen ist Ive entgangen: „Der Drehschalter des Verstärkers CSV12 zum Beispiel ist perfekt. Er könnte nicht besser, einfacher, klarer oder schöner sein“, schreibt der Rams-Jünger.

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Was liegt bei derlei Huldigung näher, als sich die Werke Rams' und seiner Nachfolger genauer anzuschauen – und daraus abzuleiten, wie die heiß erwartete Apple-Uhr aussehen könnte? Erstmals stellte Braun im Jahr 1971 eine Reihe von Uhren und Reiseweckern vor. Die von Rams gestalteten Zeitmesser verzichteten auf überflüssige Details, aktuelle Moden und überzählige Funktionen. Kurz: Die Uhren von Braun waren zeitlos.

Braun ist heute zwar nur noch eine Tochter des US-Konzerns Procter&Gamble, die zunehmend Körperpflege-Mittel verkauft. Doch noch immer verkauft der Hersteller eine Reihe von Uhren, die Rams‘ Handschrift tragen. Was verraten uns also Rams' Uhren darüber, wie die ideale iWatch aussehen würde? Ein Blick auf seine zehn Regeln des guten Designs:

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