Aufsteck-Objektiv: Was Sonys Smartphone-Kamera QX10 kann

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Aufsteck-Objektiv: Was Sonys Smartphone-Kamera QX10 kann

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Das neue QX10 mit einem Xperia-Z1 3-1200

von Thomas Kuhn

Sony definiert mit den Digitalkameras der QX-Serie ein ganz neues Gerätekonzept für digitales Fotografieren. Was die Blickfänger der IFA leisten und was von ihnen zu halten ist.

‎Wenn es eine große Schwäche gibt, unter der der Elektronikriese Sony in den vergangenen Jahren vor allem litt, dann war es die Unfähigkeit, das vorhandene Know-how der Entwickler aus den vielfältigen Geschäftsfeldern in packende Querschnittsprodukte zusammenzuführen. Oder, um es in der Sprache der Autobauer zu sagen, die Leistung auf die Straße zu bringen. Dieses Manko zu beheben ist eine der vordringlichsten Aufgaben, mit denen sich der seit gut einem Jahr inthronisierte Konzernchef Kazuo "Kaz" Hirai herumschlägt.

Dass die Bemühungen zumindest teilweise Früchte tragen, hat "Kaz" pünktlich zum Beginn der IFA bewiesen, als er auf der Pressekonferenz seines Konzerns eine ganz neue Interpretation einer Digitalkamera präsentiert hat: Verpackt in ein Gehäuse, kaum größer als ein traditionelles Wechselobjektiv für eine Spiegelreflex- oder Systemkamera haben die Entwickler aus Sonys Foto- und Smartphone-Sparte zwei Fotoapparate entworfen, die tatsächlich das Know-how beider Produktwelten verbindet: Die QX10 und die QX100.

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Die Idee, die mancher Messe-Berichterstatter für mindestens so relevant und wegweisend hält, wie Samsungs frisch vorgestellte Smart Watch Galaxy Gear, lautet: Nimm eine hochwertige Optik mit einem 10-fach-Zoom, wie sie in einer guten bis hervorragenden Digitalkamera von Sony steckt, aber spar dir das klassische Kameragehäuse und nutze stattdessen das Smartphone als Display und Steuergerät.

Das klappt, wie ich bei einem ersten kurzen Test der "kleineren" QX10 ausprobieren konnte, für ein komplett neues Produkt schon bemerkenswert gut. Kamera und Smartphone - sowohl iPhones oder Android-Geräte gleichermaßen - verbinden sich via WLAN miteinander. Wer über ein Handy mit NFC-Chip verfügt, muss das bloß an die Objektiv-Kamera halten und die beiden koppeln sich. Alle anderen müssen erst eine WLAN-Verbindung aufbauen. Aber das ist nicht komplexer, als sich an einem WLAN-Hotspot anzumelden - denn als genau so etwas fungieren die Kameras.

Die zugehörige Steuerungs-App, "PlayMemories mobile" genannt, ‎gibt's gratis im App- beziehungsweise PlayStore. Ist sie installiert, reicht es, die Linse scharf zu schalten und die App zu aktivieren, dann wird das Smartphone-Display zum überproportionalen Kamerasucher.

Sehr geschickt ist, wie Sony Kamera und Telefon verbindet: Für den nötigen Halt sorgt eine Klemme, die an den Handyseiten ansetzt und als Bajonett fungiert, an das man die Linse anstecken kann. Ein Klick und sie sitzt, noch einer und sie ist wieder gelöst. Pfiffig: weil sämtliche Technik (einschließlich Akku und SD-Speicherkarte) in der Linse stecken, arbeitet die auch räumlich getrennt vom Telefon, das sie dann auch über mehrere Meter Distanz fernsteuern kann.

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