Betriebssystem Android Wear: Google prescht auf den Smartwatch-Markt

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Betriebssystem Android Wear: Google prescht auf den Smartwatch-Markt

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Ein Blick auf eine Moto 360 Smartwatch. Google will sein Android-System auf die kleinen Computer am Handgelenk bringen.

Die Android-Uhren kommen: Google wirft eine spezielle Version seines erfolgreichen Betriebssystems auf den Markt. Eine Flut von Smartwatches verschiedener Hersteller steht damit bevor. Kann Apples iWatch da noch mithalten?

Googles Android-Plattform konnte binnen weniger Jahre die dominierende Rolle im Smartphone-Markt übernehmen. Jetzt weitet der Internet-Gigant seine Dominanz auf das junge Geschäft mit tragbaren Geräten wie Computer-Uhren aus: Google stellte am Dienstag dafür das Projekt Android Wear vor. Als erste Hersteller kündigten Motorola und LG smarte Uhren mit der Software an.

Android Wear soll unter anderem dafür sorgen, dass in den Displays der Datenuhren relevante Informationen angezeigt werden und man die Geräte sowie angeschlossene Smartphones mit Sprachbefehlen steuern kann. Die Plattform ist auch für andere Arten kleiner tragbarer Computer gedacht. Schnittstellen für diverse Sensoren sollen Gesundheits-Funktionen möglich machen. Hersteller von Android-Uhren und App-Entwickler können auf diesem Fundament aufbauen: So können zum Beispiel von Anfang an Benachrichtigungen aus den meisten Anwendungen auch auf den Displays der Smartwatches angezeigt werden.

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Computer-Uhren gelten als „das nächste große Ding“ im Technik-Geschäft. Apple arbeitet laut Medienberichten unter Hochdruck an der viel beschworenen iWatch, die mit den iPhones des Konzerns verbunden werden kann. Zuletzt machten Gerüchte die Runde, dass das Gerät mit Sensoren ausgerüstet werden soll, die etwa Herzschlag und Sauerstoffsättigung des Bluts messen können und das Teil so zu einem Gesundheits-Accessoire würde. Doch schon lange werden die Apple-Jünger hingehalten, und ob und wann die iWatch jemals kommt, ist nach wie vor unklar. Mit den Gesundheitsschnittstellen bei Android Wear scheint Google dem Konkurrenten nun auch bei dieser Idee zuvor zu kommen.

Der weltgrößte Smartphone-Anbieter Samsung preschte bereits im vergangenen Jahr mit seiner Smartwatch Galaxy Gear vor. Bei der jüngst vorgestellten zweiten Generation wechselten die Südkoreaner von Android zum eigenen Betriebssystem Tizen.

Außerdem gibt es bereits zahlreiche Modelle verschiedener Hersteller auf dem Markt. Viele dieser Uhren sind aber noch klobig und leiden an Problemen wie kurze Batterie-Laufzeiten oder Lücken im Zusammenspiel mit Smartphone-Apps. Die wenigsten Hersteller entschieden sich dafür, sie als eigenständige Geräte zu entwerfen, die kein verbundenes Handy brauchen.

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