
Man muss den Machern allerdings zu Gute halten, dass sie wenig Zeit hatten. In knapp drei Monaten haben sie das Projekt aus dem Boden gestampft. „Es ist schon ein Erfolg, dass in der Kürze so ein Programm zusammengestellt wurde“, sagt CeBIT-Manager Marius Felzmann. Es wurden einige bekannte Musiker wie Max Herre, Die Sterne oder The Boss Hoss verpflichtet und einige interessante Diskussionsrunden zusammengestellt.
Über den meisten schwebt die Frage, wie man den in diesen Zeiten mit Musik wieder Geld verdienen kann. Als große Hoffnung gilt vielen das Handy, neue Apps oder Kombiflatrates, müssen als Hoffnungsträger herhalten. So bietet der dänische Telekomanbieter TDC bereits seinen Kunden in einem Pauschalangebot mehr als drei Millionen Songs zum Download – in 15 Monaten wurde diese 100 Millionen Mal heruntergeladen.
Doch für die Deutsche Telekom ist das viel gelobte Vorbild derzeit kein Thema. „Das muss ja auch alles bezahlt werden“, wiegelt Telekom-Manager Peter Kerckhoff ab. Zudem konzentriere sich das Unternehmen derzeit auf seine Film- und TV-Angebote im Netz. Auch die anderen Teilnehmer in der Diskussion über neue Lizenzmodelle präsentieren wenig neue Ideen und stimmen stattdessen das alte Lied von der Piraterei an.
Neuauflage der CeBIT Sounds ist geplant
Gefragt nach neuen Geschäftsmodellen zückt Henning Wehland sofort einen Stapel Plastikkärtchen. Auf jeder „musiXcard“ ist ein Code, mit dem man sich bestimmte Songs herunterladen kann. „Damit können Bands bei Liveauftritten ihre Songs anbieten und müssen dafür keine CDs verkaufen“, sagt Wehland.
Er selbst dürfte mit der Organisation der Neuauflage der im kommenden Jahr schon einiges zu tun haben. Denn die ist fest eingeplant: „CeBIT Sounds 2011“ steht auf dem eigenen Stand der Messe. Mit mehr Vorlaufzeit gelingt es ja dann vielleicht auch, den eigenen Anspruch zu erfüllen und es wird wirklich ein „Music Business Festival“.











