CeBIT Sounds: Auf der Suche nach dem Klang des Geldes

CeBIT Sounds: Auf der Suche nach dem Klang des Geldes

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Henning Wehland

von Oliver Voß

Eigentlich ist es absurd: Ausgerechnet die Musikbranche, die wie keine andere durch die Digitalisierung gebeutelt wurde, soll die ergraute CeBIT aufpeppen. Verzweifelt wird nach neuen Geschäftsmodellen gesucht, die Ergebnisse sind dürftig.

Henning Wehland hat sein neues Geschäftsmodell bereits gefunden. Als Sänger der Rockband H-Blockx wurde er in den 90er Jahren bekannt und ist zudem ein Mitglied der Gruppe Söhne Mannheims. Trotzdem ist es auch für ihn schwer, mit der Musik seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. „Sich komplett zur Kunst zu bekennen ist schwierig“, sagt Wehland.

So arbeitet er nebenbei für das Fernsehen, gründete die Agentur BLX Music & Entertainment und ist der treibende Kopf hinter der CeBIT Sounds. Der neue Bereich auf der Messe in Hannover soll Musikbranche und IT-Industrie zusammenbringen und etwas Frische auf die CeBIT bringen.

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Geschäftig läuft Wehland durch die Halle, grüßt Manager und Musiker und nachdem der Sänger Pohlmann mit seinem Hit „Wenn jetzt Sommer wär“ zumindest zehn der etwa 60 Zuhörer vor der Bühne zum Mitsingen animiert hat, fordert er lauthals eine Zugabe.

Die Zahl der Stände bei der CeBIT Sounds ist überschaubar

Eigentlich ist es ja absurd: Ausgerechnet die Musikbranche, die wie keine andere durch die Digitalisierung gebeutelt wurde, soll nun der unter Ausstellerschwund und Alterung leidenden CeBIT neuen Schwung verleihen.    

Doch trotz des Engagements von Wehland tun sich die Veranstalter damit schwer. Die Zahl der Stände, die sich in Halle 22 versammelt haben ist äußerst überschaubar. Am stärksten frequentiert sind die von Acer reihenweise aufgestellten Computer, beim Musikgerätehersteller Roland trommeln Anzugträger auf Schlagzeugen und probieren Jugendliche Keyboards und Musikprogramme.

Auf der großen Bühne müssen drei Jugendliche raten, aus welchen Computerspielen die vorgespielten Musikstücke stammen. Die Verbindung von Musikbranche und Videospielen ist eigentlich vielversprechend, denn in den vergangenen Jahren waren Musikspiele wie Guitar Hero ein gigantischer Erfolg und bescherten auch den Plattenfirmen neue Einnahmen. Doch von den Spieleherstellern ist hier genauso wenig zu sehen, wie von den großen Plattenfirmen.

Nur verschiedene kleinere Labels präsentieren sich beim Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) und bieten Unternehmen ihre Dienstleistungen an. Mit Musik für Werbung oder „Audio-Branding“ wollen sie neue Geschäftszweige etablieren.    

Sony Ericsson zeigt seine neuen Handys, das bei Musikern wohl populärste Netzwerk, Myspace hat einen verwaisten Stand – immerhin darf jeden Tag eine Nachwuchsband auf die Bühne, die dazu zuvor auf Myspace ausgewählt wurde.

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