Chromecast: Googles schöne neue Fernsehwelt kommt nach Deutschland

Chromecast: Googles schöne neue Fernsehwelt kommt nach Deutschland

von Meike Lorenzen

Google schafft mit Chromecast eine Brücke zwischen dem Internet und der TV-Welt. Ein wichtiger Schritt, denn die Konkurrenz hat schon längst auf das neue Verhalten der Verbraucher reagiert.

Das Internet hat auch die Bedürfnisse der Fernsehzuschauer verändert – und nun springt auch Google mit seinem Chromecast auf den relativ jungen Trend auf, Online-Angebote auch auf dem Fernseher anschauen zu wollen. Der Internet-Konzern Google bringt am Mittwoch seinen Fernseh-Stick Chromecast auch in Deutschland in den Handel. Mit ihm lassen sich Videos oder Inhalte aus Googles Browser Chrome vom Laptop oder Tablet per WLAN auf einen Fernseh-Bildschirm bringen.

In den USA sei der Stick bereits „millionenfach“ verkauft worden, sagte der leitende Geschäftsentwickler von Chromecast für Deutschland, Christian Witt, in Hamburg.

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Zunächst beschränken sich die verfügbaren Inhalte auf eine überschaubare Anzahl von Apps wie YouTube, den Musik-Streamingdienst Google Play Music und einige Video-Portale. Nutzer können über die Apps auch auf dem Smartphone bestimmte Inhalte auswählen und sie auf dem Fernseher wiedergeben.

Der Ausbau der Infrastruktur kommt den Nutzern zugute. Noch sind laut Branchenverband Bitkom zwar nur zwölf Prozent aller Fernsehgeräte in deutschen Haushalten direkt als Smart-TV an das Netz angeschlossen, neun Prozent gehen über eine Set-Top-Box (zum Beispiel Apple TV, TiVo oder Dreambox) online, acht Prozent nutzen einen Blueray-Rekorder und fünf Prozent eine Spielekonsole. Doch die Nutzerzahlen wachsen stetig an. Nicht umsonst steigt Google mit seinem neuen HDMI-Port in das Geschäft ein.

Erst hat das stationäre, dann das mobile Internet das Verständnis vom TV-Konsum verändert. Nicht mehr die Sender legen fest, was wir schauen. Die Kunden entscheiden selbst, ob die Serie aus den USA nicht schon vor Start in Deutschland weiterverfolgt oder eine bestimmte Dokumentation angeschaut werden möchte. Die Mediatheken der TV-Sender, Video-On-Demand-Plattformen oder Video-Kanäle wie Youtube oder Vimeo bieten weit mehr an, als das, was in den Fernsehzeitschriften steht.

Der Zuschauer stellt sich dank der diversen Angebote also sein ganz eigenes Programm zusammen.

Während die Online-Angebote zunächst vor allem auf dem Rechner oder dem Tablet geschaut wurden, wachsen die technischen Geräte in unseren Haushalten immer mehr zusammen. So schafft Google mit dem Chromecast einen kleinen Stick, der über ein Smartphone oder ein Tablet vereinfacht gesagt die URL mit den nötigen Informationen zieht. Der Vorteil: Durch dieses Umweg über den Stick ist das mobile Endgerät frei fürs Telefonieren, Surfen und Chatten. Der Nachteil: Es können mit dem Stick keine bereits gespeicherten Informationen abgerufen werden, sondern nur, was im Netz liegt. Aktuell mag das noch unbefriedigend sein und viele Nutzer dann doch zur 99 Dollar teuren Apple-TV-Box greifen lassen.

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