Cook zeigt neues Gerät: Apple braucht das Super-Tablet

Cook zeigt neues Gerät: Apple braucht das Super-Tablet

, aktualisiert 17. Oktober 2014, 07:04 Uhr

Keinen anderen Markt hat Apple so sehr in Schwung gebracht wie den für Tablets. Besonders beliebt bei Privatnutzern, steht der Konzern seit Markteinführung des iPads an der Spitze. Doch mittlerweile verliert er beständig an Marktanteilen, und in Unternehmen gibt es immer noch Gegenwehr gegen das Tablet mit dem angebissenen Apfel. Kann das neue iPad daran etwas ändern?

Zugegeben, wer an der Spitze steht, kann fast nur verlieren. So in etwa geht es Apple mit seinem iPad. Seit Vorstellung seines ersten Tablets führt der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino die Verkaufs-Charts für die flachen Touch-Computer an. Die Geräteklasse der Tablets – damals noch vor allem Tablet-Computer genannt – war dabei nicht neu.

Apple selbst hatte bereits in den 1990-ern mit dem „Newton“ einen Taschencomputer vorgestellt, der schon nah an die heute verbreiteten Tablet-Konzepte heranreichte. Und Microsoft versuchte ab 2002 mit einer speziell angepassten Version seines PC-Betriebssystem, mit Windows XP Tablet PC Edition, Computer zu etablieren, die auch ohne Tastatur auskommen.

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Den Durchbruch aber brachte erst Apple mit dem iPad. 2010 war offensichtlich die Zeit reif. Leistungsstarke Prozessor mit niedrigem Energieverbrauch, preiswerter Speicher, gutes Display, verpackt in einem schicken Gehäuse und Internet an nahezu jedem Ort ermöglichten Apple die Neuerfindung einer bestehende Geräteklasse. Seither steht Apple an der Spitze des Marktes.

Doch die bröckelt. Innerhalb eines Jahres sackte nach Aussage der Marktforscher von IDC der Anteil des iPad am weltweiten Tablet-Verkauf um fast 20 Prozent auf 26,9 Prozent im 2. Quartal 2014. Und das lag nicht nur am stark wachsenden Markt. Apple verkaufte in diesem Zeitraum mit 13,3 Millionen Geräten 1,3 Millionen weniger als noch ein Jahr zuvor. Trotzdem ist der Abstand zum Zweitplatzierten Samsung noch groß. Die Koreaner verkauften im selben Zeitraum 8,5 Millionen Tablets, 100.000 mehr als im Vorjahr.

Den Tablet-Markt beherrscht Apple längst nicht mehr so souverän wie vor zwei, drei Jahren. Nicht nur Erzrivale Samsung bringt mit einer Vielzahl an Tablets unterschiedlicher Größe und Preisklasse Druck in den Markt. Neue Hersteller drängen in den Markt und haben für einen dramatischen Preisverfall gesorgt. Die preiswertesten Tabs sind mittlerweile für unter 40 Euro zu haben.

Die verfügen dann zwar nur über wenig Speicher, ein für heutige Verhältnisse mäßiges Display und nicht das aktuellste Android-Betriebssystem, aber zum Surfen im Internet, zum Mailen und Kommunizieren per Social Media reichen sie alle Mal. Apple bietet sein iPad in der klassischen 10-Zoll-Kategorie nicht unter knapp 380 Euro an. Das Top-Modell kostet gar 869 Euro. Und selbst für das preiswerteste iPad mini muss der Käufer noch knapp 290 Euro hinblättern.

Fakten zur Tablet-Nutzung

  • Vorlieben

    Griffen anfangs vor allem technikbegeisterte Menschen zu den Tablets, zieht der Rest nun nach. Die Konsequenz: Gegen Ende des Jahres werden sparsamer ausgestattete Geräte rund die Hälfte des Marktes ausmachen. Laut IT-Verband Bitkom geben die Deutschen für ein Gerät im Schnitt 345 Euro aus.

  • Unterhaltung

    Die meisten Menschen nutzen ihren Tablet-Computer am Abend zwischen 19 und 22 Uhr - und damit neben der Unterhaltung. Das haben die Marktforscher von Gartner herausgefunden.

  • Marken

    Besitzer von Tablets der Marken Apple und Samsung verbringen mehr Zeit mit ihren Geräten als Nutzer anderer Anbieter. Die IT-Spezialisten von Gartner schließen daraus, dass Apple und Samsung die besten Unterhaltungsangebote machen.

  • Käufer

    Anders als in den Industrieländern sind Tablets in Schwellenländern oft der einzige Computer im Haushalt. Daher geht der Verkauf von traditionellen PCs und Notebooks weltweit zurück.

Doch die Kritik am iPad entzündet sich nicht allein am hohen Preis. Gerade im Unternehmenseinsatz bemängeln IT-Experten fehlende Funktionen und Software. Zwar hat Apple in den vergangenen vier Jahren hier mächtig nachgelegt, und auch Microsoft hat mittlerweile sein weit verbreitetes Office-Paket fürs iPad angepasst, doch Restriktionen, die mit iTunes, mit dem Aufwand für unternehmenseigene Anwendungen auf dem iPad und dem Thema Sicherheit verbunden sind, machen den flachen Computer von Apple zum roten Tuch für so manchen IT-Administrator.

Den Durchbruch will Apple hier durch sein Allianz mit IBM erreichen. Im Sommer unterzeichneten beide Unternehmen ein Abkommen über eine engere Zusammenarbeit. IBM könnte mit seiner weltweit guten Verwurzelung in der Unternehmens-IT helfen, diese Widerstände zu überwinden.

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