Cyber-Abwehrzentrum: Zehn Spezialisten sollen den Cyberkrieg verhindern

Cyber-Abwehrzentrum: Zehn Spezialisten sollen den Cyberkrieg verhindern

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Internet-Nutzer

von Jürgen Berke

Können zehn IT-Spezialisten einen Cyberkrieg gewinnen? So viele Sicherheits-Beamte hat die Bundesregierung im neuen Cyber-Abwehrzentrum zusammengezogen, das Innenminister Hans-Peter Friedrich heute offiziell eröffnet.

Die Spezial-Einheit ist Teil einer  neuen Cyber-Sicherheitsstrategie, die  vom Bundeskabinett im Februar verabschiedet wurde. Alle zwei Sekunden ereigne sich in Deutschland ein Angriff aus dem Internet, einmal  pro Woche sei solch  ein Cyberangriff auf Bundesbehörden sogar erfolgreich, so das Bundesinnenministerium. Deshalb  benötige Deutschland ein zentrales Abwehrzentrum, das Bürger und Unternehmen vor den immer professionelleren Attacken aus dem Internet schützt.

Das Cyberabwehrzentrum soll vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Behörden verbessern. Neben dem BSI, das sechs Spezialisten abstellt, schicken die Bundesämter für Verfassungsschutz und Katastrophenschutz jeweils zwei Mitarbeiter in die Bonner BSI-Zentrale.  Auf Abruf stehen „anlassbezogen“, wie  es offiziell  heißt, noch das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei, das Zollkriminalamt, der Bundesnachrichtendienst und die Bundeswehr bereit, um im Ernstfall die Informationen schneller  austauschen zu können. Gleichzeitig schafft die Bundesregierung mit dem neuen nationalen Cyber-Sicherheitsrat eine zusätzliche Koordinierungsstelle im Bundesinnenministerium,  in die mehrere Ministerien und Bundesländer Vertreter entsenden. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle kündige zudem die Gründung einer Task Force in seinem Haus an, der auch Unternehmensvertreter angehören sollen.

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Schutz kritischer Infrastrukturen

Wichtigstes Ziel der neuen Cybersicherheitsstrategie sei der Schutz kritischer Infrastrukturen. Allein die Deutsche Telekom habe im Dezember 2010 200000 Angriffe registriert. Schon ein Ausfall von wenigen Stunden könne Unternehmen in eine gefährliche Schieflage bringen. „Wir brauchen das Netz wie die Luft zum Atmen“, sagte die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe. Auch der FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle warnte die Unternehmen davor, die Gefahr zu unterschätzen. „Die Anfälligkeit  der IT-Systeme ist deutlich gestiegen“, sagte der ehemalige Bundeswirtschaftsminister. „In der Berliner U-Bahn ist die Ansteckungsgefahr inzwischen geringer als im Cyberraum.“

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